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Julia Wunderlichs Café Mokka – Ein neues Kapitel in der Rostocker Südstadt

Julia Wunderlichs Café Mokka – Ein neues Kapitel in der Rostocker Südstadt

Mai 26
Inmitten der Rostocker Südstadt erwacht ein langjähriger Leerstand in der Ernst-Häckel-Straße 1 am 5. Mai 2026 zu neuem Leben. Wo einst Stille herrschte, ziehen bald Kaffeeduft und vegane Köstlichkeiten ein. Julia Wunderlich erfüllt sich mit dem „Café Mokka“ einen lang gehegten Traum und schafft einen Ort, der ein echtes Wohnzimmer für das Viertel sein soll.

Bevor die ersten Gespräche den Raum füllen, beginnt alles mit der Kunst des Brühens. Julia Wunderlich weiß genau, wie der Namensgeber ihres Ladens zubereitet wird: Man nehme Wasser und fein gemahlenen Kaffee, lasse beides gemeinsam im Kännchen aufkochen, bis der charakteristische Sud entstanden ist. Dann braucht es einen Moment der Ruhe, in dem sich das Getränk setzen kann. Mit einem sanften Schwenken wird der Mokka schließlich vorsichtig abgegossen. Es ist ein Prozess, der Zeit erfordert. Serviert wird diese Spezialität im Café Mokka ganz klassisch in der Tasse, frisch am Tresen eingegossen – ein Ritual, das den Takt für das gesamte Café vorgibt: Ankommen, Durchatmen, Genießen.

Eine Rückkehr zu den Wurzeln
Der Name des Cafés ist kein Zufall, sondern eine Verbeugung vor der eigenen Familiengeschichte. Julias Großmutter trug den Spitznamen „Mokka“. Dass Julia nun genau hier ihr eigenes Geschäft eröffnet, fühlt sich für sie wie eine Bestimmung an. Sie kennt das Gebäude, seit sie sechs Jahre alt ist. „Ich bin hier in der Südstadt groß geworden“, erzählt sie. Sie feierte in diesen Räumen einst ihre Jugendweihe und verbrachte unzählige Nachmittage im Mädchentreff, der im selben Haus untergebracht ist.
Nachdem das alte Café in der Ernst-Häckel-Straße 1 (Beginenhof) über drei Jahre lang leer gestanden hatte, ergab sich Ende letzten Jahres die Chance zur Übernahme. „Es fühlte sich an, als hätte der Laden auf mich gewartet“, erinnert sie sich. Ohne zu zögern, griff sie zu und begann, ihre Vision von einem modernen Nachbarschaftstreffpunkt in die Realität umzusetzen.

Der Weg hinter den Tresen
Julias Weg in die Gastronomie war keine gerade Linie, sondern eher eine organische Entwicklung. Ursprünglich lernte sie das Handwerk der Goldschmiedin und arbeitete zuletzt in einer Galerie in Warnemünde. Doch die Leidenschaft für das Kochen und Bewirten begleitete sie schon lange. Vor allem während ihrer Zeit im Peter-Weiss-Haus (PWH) vertiefte sie ihr Wissen. Ohne klassische Kochausbildung, aber mit einer enormen Portion Talent, übernahm sie dort zeitweise die Küchenleitung.
Die Corona-Pandemie nutzte sie schließlich für eine fundierte Weiterbildung zur veganen Ernährungsberaterin. Seit nunmehr zwölf Jahren lebt sie selbst vegan und möchte mit ihrem Café zeigen, wie vielseitig und bodenständig diese Küche sein kann. Ihr Fokus liegt dabei auf Natürlichkeit: Frisches Gemüse, Nüsse für die Textur und tiefes Aroma durch geschickt eingesetztes Röstgemüse stehen im Mittelpunkt. Es geht ihr nicht um komplizierte Experimente, sondern um ehrliches, hausgemachtes Essen, das jedem schmeckt – egal ob Veganer oder Fleischliebhaber.

Ein Konzept für die Gemeinschaft
Das Angebot im Café Mokka ist vielseitig. Neben einem wöchentlich wechselnden warmen Mittagsgericht wird es eine Auswahl an herzhaften Snacks wie Sandwiches, Salate oder Wraps geben. Die junge Unternehmerin bietet Caterings und Platz für Feiern an. Julia ist es wichtig, dass das Café ein Ort für alle Lebenslagen ist. Wer eine Pause vom Homeoffice braucht, findet am großen Co-Working-Tisch einen Platz mit freiem WLAN und gutem Kaffee.
Doch das Café Mokka soll noch mehr bieten als „nur“ Kulinarik. Julia plant, den Raum für Kultur und Begegnung zu öffnen. Die Ideen sprudeln nur so aus ihr heraus: Ein kulinarischer Fantasy-Buchclub ist ebenso in Planung wie regelmäßige Spieleabende oder Lesungen. „Ich möchte, dass die Leute hierherkommen und sich einfach wohlfühlen, egal ob sie allein ein Buch lesen oder sich in großer Runde austauschen“, sagt Julia.

Die letzten Hürden bis zum 5. Mai
Der Weg bis zur Eröffnung am 5. Mai war allerdings gepflastert mit den typischen Herausforderungen einer Existenzgründung. „Die Bürokratie ist manchmal wirklich ein Endgegner“, lacht sie heute, auch wenn es in den letzten Wochen viel Kraft gekostet hat. Vom Kampf mit dem Geschäftskonto bis hin zu einem widerspenstigen Kassensystem, das erst nach viel Zureden funktionieren wollte – Julia hat sich durchgebissen.
Auch bauliche Rückschläge blieben nicht aus. Ein verletzter Handwerker und die Suche nach den passenden Schrauben für die Lagerregale sorgten kurzzeitig für Schweißperlen auf der Stirn. Doch dank der Unterstützung von Familie, Freunden und Bekannten, ist der Laden nun bereit. Der Gastraum ist hell und einladend gestaltet, die Küche glänzt, und die Kaffeemaschine ist warmgelaufen.
Für die Zukunft hat sie eine klare Vision: Wenn sie in einem Jahr auf diese aufregenden Anfangstage zurückblickt, möchte sie ein Café sehen, das fest in den Alltag der Südstädter integriert ist. Ihr Ziel ist es, einen Ort geschaffen zu haben, an dem Menschen zusammenkommen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Wenn dann der Duft von frischem Mokka durch die Ernst-Häckel-Straße 1 zieht und die ersten Gäste mit einem Lächeln das Café verlassen, weiß Julia Wunderlich, dass sie genau am richtigen Ort angekommen ist. 

ANTJE BENDA

Café Mokka
Ernst-Häckel-Str.1 · 18059 Rostock
Di. – Fr. 11.30 – 17.30 Uhr / Sa. 12.30 – 17.30 Uhr

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