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18.00 Uhr
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20.00 Uhr
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Buchvorstellung & Diskussion | Moderation: Ulrika Rinke (Literaturhaus Rostock)
Wer heute in die deutsche Gesellschaft schaut, könnte denken: Es ist ein Land voller Drama, Gegeneinander und Spaltung. Stimmt das wirklich? Oder wird dieser Eindruck politisch erzeugt und medial verstärkt? Gilda Sahebi entlarvt die Erzählung von der Spaltung als Lüge, mehr noch: als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Das betrifft Debatten um Sozialleistungen, Migration, Gendern und Wokeness, Krieg und Frieden sowie Corona.
Studien zeigen immer wieder, dass uns mehr eint, als uns trennt: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass.
Wo geht die Suche nach Verbindung auf der gesellschaftlichen Ebene verloren? Und: Was kann man tun, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum im eigenen Leben zu geben? Gemeinsam suchen wir nach Antworten auf eine der drängendsten Fragen der Gegenwart.
Gilda Sahebi ist Ärztin und Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet als freie Journalistin mit den Schwerpunkten Rassismus, Frauenrechte, Naher Osten und Wissenschaft und schreibt u. a. für die »taz« und den »Spiegel«. Das »Medium Magazin« ernannte sie 2022 zur Politikjournalistin des Jahres. Bei S. FISCHER erschienen von ihr »›Unser Schwert ist Liebe‹. Die feministische Revolte im Iran« und »Wie wir uns Rassismus beibringen. Eine Analyse deutscher Debatten«.
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01. Mrz (So)
15.00 Uhr
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6. Queerfeministischen Festivalwochen – Lesung
»Vulva!« ist DAS Sachbuch für alle, die mit diesem vulvantastischen Genital auf die Welt gekommen sind – und alle anderen, die mehr darüber lernen möchten. Die beiden Sexualpädagoginnen Nadine Beck und Rosa Schilling erklären humorvoll und mit Fingerspitzengefühl die Wunderwelt und Vielfalt dieses genialen Genitals und geben wichtiges Wissen an die Hand. Dabei werden Klitoris und Vagina genauso in ihren Besonderheiten erklärt wie Menstruation oder ein selbstbestimmter Umgang mit dem eigenen Körper und Geschlecht. »Vulva!« beweist zusammen mit den frechen, witzigen Illustrationen, dass Wissen für unter der Gürtellinie garantiert alles andere als peinlich ist!
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04. Mrz (Mi)
19.00 Uhr
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mit Paula Fürstenberg, Alisha Gamisch und Raphaëlle Red
Kaum ein popkulturelles Phänomen hat die 1990er- und 2000er-Jahre so stark geprägt wie Girlbands. Die literarische Girlband NO SCRIBES setzt sich mit Identitäten und (Pop-)Feminismus auseinander. Unter dem nicht zu leugnenden Einfluss von Managerin Lena Brasch entsteht ein dreistimmiger Text zwischen Hommage und Kritik, Theorie und Tanzfläche, Megafon und Tagebuch als Antwort auf die Girlbands ihrer eigenen Teenager-Jahre.
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07. Mrz (Sa)
13.30 Uhr
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Vortrag und Lesung von Kurzgeschichten (Rainer Buss)
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08. Mrz (So)
18.00 Uhr
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Voices – setting the Blues in Power! Musik, gute Getränke und Gesellschaft, in positiver Atmosphäre. Ein musikalischer Rahmen, der zum Verweilen einlädt, von Blues, Soul bis Funk. Ma`Rainey, Etta James, Artetha Frankling und viele mehr begleiten Euch.
Sitzen, plaudern, ein Bier an der Bar, oder zur Musik tanzen – alles ist möglich. Nichts muss, vieles darf.
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11. Mrz (Mi)
19.00 Uhr
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Buchvorstellung & Diskussion, Moderation: Susan Schulz (Heinrich-Böll-Stiftung M-V) und Dr. Uwe Neumann (Kunsthalle Rostock)
Die Demokratie wird von Krisen erschüttert, geopolitische Veränderungen fordern uns heraus wie nie zuvor. Inmitten dieses tiefgreifenden Umbruchs treffen zwei kluge Köpfe aufeinander: die Grünen-Politikerin Ricarda Lang und der Soziologe Steffen Mau. Gemeinsam analysieren sie die großen Themen unserer Zeit von sozialer Ungleichheit über politische Polarisierung bis hin zur Krise der Staatlichkeit. In ihrem Dialog stellen sie drängende Fragen: Wie können wir den Diskurs aus der Falle der Affektpolitik befreien? Wie lässt sich Fortschritt neu denken? Und wie können wir Demokratie und Zusammenhalt in einer von Krisen geprägten Welt stärken? Ihr Buch zeigt, warum wir offene, ehrliche und informierte Gespräche brauchen, um Lösungen für unsere gemeinsame Zukunft zu finden.
Ricarda Lang (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages, setzt sich insbesondere für soziale Gerechtigkeit ein. Zusammen mit Omid Nouripour war sie Bundesvorsitzende ihrer Partei.
Steffen Mau, Professor für Makrosoziologie an der HU Berlin mit Rostocker Wurzeln, zählt zu den wichtigsten deutschen Gesellschaftsbeobachtern der Gegenwart.
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13. Mrz (Fr)
19.30 Uhr
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6. Queerfeministischen Festivalwochen – Lesung & Gespräch, Moderation: Ulrika Rinke (Literaturhaus Rostock)
Die Welt von Christian Lotz ist geordnet: sonntags Sektfrühstück mit den Eltern, unter der Woche Arbeit im Fitnessstudio. Christian ist queerer Single in einer sächsischen Kleinstadt, 30 Jahre alt, muskulös und gutaussehend, aber innerlich nervös und fragil: Wie wirkt er auf andere? Warum findet er nicht den Richtigen? Was bringt die Zukunft in Zeiten von Klimawandel, Rechtsextremismus und Pandemien? Und ist er nicht vielleicht längst unheilbar krank, wie ihm seine täglichen Internetrecherchen weismachen wollen? In ihm wachsen Sorge und Panik, die bald keinen Anlass mehr kennen. Erst in größter Not öffnet Christian sich seinem Umfeld und erfährt: Geteilte Angst ist halbe Angst.
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14. Mrz (Sa)
18.00 Uhr
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Die
Schauspielerin Meike Rötzer verantwortet seit drei Jahren eine der
spannendsten Neugründungen im Verlagswesen: den Erzählbuchverlag. Als
Audio-Download gibt es dort Weltliteratur fürs Trommelfell. Die großen
Romane und Dramen - frei erzählt. Das ist Theater für die Ohren und ein
vergnüglicher Schlüssel, ein wahrer Dietrich, zu den Stoffen der
Weltliteratur. Eine Message an unser kulturelles Gedächtnis vor der
Schrift.
Vor fast 150 Jahren erschien Lew Tolstois weltberühmt gewordener Roman Anna Karenina
über eine außergewöhnliche Frau, deren Leben zwischen ihrer Liebe zu
Offizier Wronski und den gesellschaftlichen Zwängen zerbricht. Das
großangelegte Porträt des zaristischen Staats und des Krisengebiets
Familie fasziniert und bewegt bis heute.
Anna Karenina besucht
ihren Bruder Stepan, dessen Affaire mit dem Kindermädchen der fünf
gemeinsamen Kinder von seiner Frau Dolly eben entdeckt wurde -
vielleicht kann Anna helfen? Während sie die beiden im Laufe der Zeit
wieder versöhnen kann, reißt es allerdings sie selbst zu einer
leidenschaftlichen Liebe zum aufstrebenden Offizier Wronski hin, dem sie
erst flüchtig am Bahnhof und später auf dem Ball kennenlernt. Dieser
hätte Kitty, die Schwester von Stepans Frau, heiraten sollen. Doch schon
bald weiß die ganze Petersburger Gesellschaft von der
leidenschaftlichen Affaire. Die nicht zuletzt durch die ungewollte
Schwangerschaft von Anna bald auch ihren Sohn und Ehemann in einen
zerstörerischen Strudel der gesellschaftlichen Ächtung und Isolation
führt. Denn auch wenn ihr Ehemann überwältigt von dem neuen Gefühl, zu
verzeihen fähig ist, so fordert die Gesellschaft doch ein Duell. Oder
die Scheidung. Als beides verwehrt bleibt, sieht Anna keine andere
Lösung als die Selbsttötung. Wronksi zieht in den Krieg. Das Alter Ego
von Tolstoi, Konstantin Lewin aber, der seine große Liebe Kitty auf das
Familiengut führte, treiben auch die Sinnlosigkeit seines Lebens um,
seine Gedanken umkreisen den Selbstmord. Er aber findet zu einem von der
Kirche unabhängigen Glauben, der ihn unabhängig macht von allem, was
ihm im Leben widerfahren kann.
Meike Rötzer
absolvierte ihre Schauspielausbildung an der
Otto-Falckenberg-Schule in Mu?nchen. 1996 debütierte sie am Badischen
Staatstheater Karlsruhe und spielte ab 2000 auf den Städtischen
Bu?hnen Kiel. Weitere freie Produktionen wie u.a. am Theater
Berliner Sophiensaele folgten. Sie spricht seit 2007 Hörspiele
und Hörbu?cher ein. Fu?r ihre Arbeit an Katja
Petrowskajas Vielleicht Esther wurde sie im Jahr 2023 fu?r
den Deutschen Hörbuchpreis als beste Interpretin nominiert. In dem von
ihr produzierten Podcast NATURerKUNDEN bespricht sie seit 2021 die
Themen Natur und Tiere. Von 2008 bis 2022 wirkte sie als Lektorin fu?r
Belletristik im Verlag Matthes & Seitz Berlin. Rötzer gru?ndete
2022 den Erzählbuchverlag: Dramen und Romane der
Weltliteratur werden verdichtet und in gegenwärtiger Sprache
erzählt. Sie tritt mit den Erzählsoli u.a. am Deutschen Theater
Berlin, in Literaturhäusern und Salons auf, und bestreitet mit dem
Rundfunksymphonieorchester Berlin Erzählkonzerte mit Dirigenten wie
Oscar Jockel. Der rbb strahlt seit 2023 die von ihr mitbegru?ndete
Erzähllounge Richtig gutes Zeug! aus.
Charlotte Balle
schloss ihr Studium bei Prof. Petru Munteanu, Prof. Walter Levin,
Prof. Christiane Edinger und Prof. Winfried Rademacher mit dem
Solistenexamen ab. Im Staatsorchester Stuttgart, an der Staatsoper
Hamburg und bei den Stuttgarter Philharmonikern war sie Mitglied
der ersten Violinen. Sie ist erste Geigerin des Streichquartetts
Ladystrings, das sich inszenierten Konzerten verschrieben hat. Mit
Schauspielern wie Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl war das Quartett
regelmäßig mit musikalischen Lesungen auf Deutschland Tournee.
Charlotte Balle stand als Solo-Partnerin von Jon Lord (Deep
Purple), Silje Nergaard und dem Tord Gustavsen Trio als auch mit
Größen der Pop Musik (Michael Jackson, Robbie Willimas u.a.) auf den
Bühnen dieser Welt. Außer der künstlerischen Tätigkeit fühlt sie
sich der musikalisch-pädagogischen Arbeit verpflichtet. Viele ihrer
Schüler:innen sind Preisträger:innen nationaler und internationaler
Wettbewerbe.
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17. Mrz (Di)
19.00 Uhr
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Der Schriftsteller Marko Martin stellt im Gespräch mit dem Theologen Klaus-Dieter Kaiser sein neues Buch „Freiheitsaufgaben“ vor – ein ebenso persönliches wie politisches Werk, das sich mit dem Spannungsverhältnis von Erinnerung, Verantwortung und individueller Freiheit auseinandersetzt. Marko Martin, der seit Jahren als unbequemer Beobachter autoritärer Tendenzen weltweit gilt, verknüpft biografische Reflexionen mit literarischen und historischen Streifzügen. Als Zeitzeuge, der die DDR-Diktatur als junger Mann verlassen hat, beleuchtet er die bleibende Bedeutung der Freiheit.
Reservierungen: post@boell-mv.de
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22. Mrz (So)
17.00 Uhr
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Moderation: Ulrich Gutmair (taz)
2012 reist Steffi Hentschke das erste Mal nach Israel und Palästina. Ihre Reportagen schreibt die junge Journalistin über den Besatzungstourismus, am Strand von Tel Aviv fragt sie sich, warum sie sich hier wohlfühlt – trotz Krieg und Gewalt. Sie reist ins Westjordanland, den Iran, den Libanon, entscheidet sich, Nahostkorrespondentin zu werden. In diesem Buch verbindet sie persönliche Erfahrung mit politischer Analyse, beschreibt die Entwicklungen vor und nach dem 7. Oktober 2023 und ringt um eine Haltung, die Widersprüche aushält. Ein Buch für alle, die glauben, dass Komplexität kein Hindernis, sondern der einzige Weg ist, über diesen Konflikt zu sprechen.
Steffi Hentschke, geboren 1988, berichtet als Nahost-Korrespondentin tagesaktuell für DIE ZEIT und wird für ihre Analysen über den israelisch-palästinensischen Konflikt geschätzt. Sie arbeitet regelmäßig für die Bundeszentrale für politische Bildung, spricht als Expertin und moderiert Diskussionsrunden.
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