Musik
Die Akkus sind wieder voll – Broilers im Interview
Jun 26
Der Sommer 2026 wird laut, leidenschaftlich und unvergesslich! Die BROILERS kommen zurück in den IGA Park. Vier Nummer-1-Alben, dazu gigantische Tourneen mit Hunderttausenden ekstatischen Fans – und dann: zwei Jahre Funkstille. Jetzt ist es endlich wieder soweit! Im Sommer 2026 kehren die BROILERS mit voller Wucht auf die Bühne zurück.
Nachdem das Heimspiel im Düsseldorfer Stadion – das Mega-Konzert „Ultrabowl“ – ein Jahr im Voraus mit 45.000 Tickets ausverkauft meldet, ist spätestens klar: Die BROILERS müssen wieder raus. Raus auf die großen Bühnen, in die Stadien und auf die Plätze. Dorthin, wo sie hingehören. Dorthin, wo ihre Songs und ihre Energie am stärksten wirken – mitten rein ins Herz ihrer eingeschworenen Fangemeinde.
Ein BROILERS-Konzert ist wie ein Kinofilm, in den man unbedingt rein will und der einem dann nicht mehr aus Kopf geht – voll von allen Emotionen – Gänsehaut, Leidenschaft und pure Freude.
Über zwei Stunden pure Energie, mitreißende Refrains, echte Haltung, packende Stories – und diese unbändige Spielfreude, die jede Halle, jedes Stadion zum Beben bringt und selbst in einem großen Kessel mit 44.999 anderen ein Gefühl erzeugt, als sei man zusammen in einem kleinen Underground Club in den Kellern Deiner Stadt.
Wir sprachen mit Andi, dem Schlagzeuger der Broilers, über ihre kreative Pause, neue Musik und die Rückkehr auf die Bühne.
0381-Magazin: Zwei Jahre Pause – und dann direkt Stadien: Nach zwei Jahren Funkstille kehrt ihr 2026 mit Open Airs und dem ausverkauften Ultrabowl in Düsseldorf zurück – dazu kommen ausgesuchte Shows in ganz Deutschland. Warum habt ihr so lange Pause gemacht?
Andi: Wir haben uns letztendlich einfach eingestanden, dass wir mal eine kreative Pause brauchten, weil wir die letzten Jahre praktisch entweder auf Tour waren oder an einem neuen Album gearbeitet haben. Also haben wir gesagt: einfach mal eine Zeit lang runterfahren, damit sich jeder um seine Familie kümmern kann, vielleicht auch mal mehr Urlaub macht und neue Dinge erlebt. Das hilft natürlich auch beim kreativen Prozess und beim Songwriting. Deshalb haben wir uns entschieden, fast zwei Jahre lang alles etwas ruhiger angehen zu lassen.
0381-Magazin: Wie habt ihr diese Pause erlebt?
Andi: Ganz aus den Augen verloren haben wir das Ganze natürlich trotzdem nicht. Wir haben zwischendurch immer wieder geprobt und Sammy hat vor allem weiter Songs geschrieben. Das heißt: Wir stecken mitten im Schreibprozess und hoffen, dass wir irgendwann relativ flott eine neue Platte fertig haben. Wann genau das sein wird, wissen wir allerdings noch nicht. Aber wir haben immer gesagt: Eine gute Platte ist wichtiger als eine schnelle Platte. Deshalb nehmen wir erst dann ein Album auf, wenn wir alle mit den Songs zufrieden sind und mit gutem Gewissen sagen können: Das ist jetzt das neue Broilers-Album.
0381-Magazin: Habt ihr in den letzten Monaten denn überhaupt Auftritte gehabt? Weißt du noch, wann euer letzter Gig war?
Andi: Der letzte Auftritt war in der Berliner Waldbühne. Wann genau das war? Vor ungefähr zwei Jahren, aber das genaue Datum weiß ich nicht mehr. Das war tatsächlich das letzte Mal, dass wir live auf der Bühne standen. Es fühlt sich alles noch etwas unwirklich an, dass es jetzt langsam wieder losgeht, aber wir sind alle heiß darauf. Die Akkus sind wieder voll und wir können es kaum erwarten. Gerade letzten Sommer haben wir privat ein paar Konzerte und Festivals besucht – und da hat es schon ordentlich gekribbelt. Uns haben richtig die Finger gejuckt.
0381-Magazin: Die Broilers stehen seit Jahren für energiegeladene Liveshows. Worauf dürfen sich die Fans bei den kommenden Open-Air-Shows besonders freuen?
Andi: Wir haben verschiedene Support-Acts dabei, bei fast jeder Show andere. In Rostock ist zum Beispiel „Deine Cousine“ mit am Start. Neue Songs haben wir noch nicht dabei, also zumindest keine, die noch niemand kennt. Aber wir bringen eine Setlist aus praktisch 30 Jahren Bandgeschichte mit. Das wird ein buntes Potpourri aus allen Phasen der Band. Wir machen einfach das, was wir am besten können: Wir haben Bock und freuen uns riesig darauf, wieder live auf der Bühne zu stehen. Bisher hat das immer ganz gut funktioniert, diesen Spaß auch auf die Leute zu übertragen – und ich glaube, wir werden alle zusammen einen richtig guten Abend haben.
0381-Magazin: Der Moment kurz vor der Show: Was passiert bei euch hinter der Bühne in den letzten Minuten vor dem Auftritt? Gibt es Rituale, Aberglaube, Stille – oder redet ihr einfach noch schnell über den Einkauf vom Nachmittag?
Andi: Ja, wir haben tatsächlich mehrere Rituale. Kurz bevor es losgeht, trinken wir backstage alle zusammen einen Gin Tonic und stoßen auf das Konzert an. Und direkt vor dem Auftritt, wenn das Intro schon läuft und wir neben oder auf der Bühne stehen, gibt’s noch Küsschen für alle. Dann stehen wir im Kreis und jeder gibt seinem linken und rechten Nachbarn ein Küsschen – und dann geht’s los.
0381-Magazin: Rostock hat eine lebendige Musik- und Subkultur. Könnt ihr euch noch an euer erstes Konzert in Rostock erinnern? Was ist euch davon besonders im Gedächtnis geblieben?
Andi: Nein, tatsächlich nicht mehr so genau. Ich weiß aber, dass wir schon oft in Rostock gespielt haben. Allein im IGA Park waren wir bestimmt schon drei- oder viermal. Im M.A.U. Club haben wir auch gespielt. Aber gerade die ganz frühen Erinnerungen sind – dank Alkohol – etwas fahrig und löchrig, sage ich mal.
Deswegen kommen wir aber auch immer wieder gerne zurück. Wir haben generell ein großes Herz für den Norden und hatten in Rostock eigentlich immer eine richtig gute Zeit.
0381-Magazin: Düsseldorf – eine Stadt mit vielen musikalischen Vorbildern wie Kraftwerk, den Hosen, DAF oder der Antilopen Gang. Wie blickt ihr auf die Szene?
Andi: Die Toten Hosen sind auf jeden Fall ein überlebensgroßes Vorbild für uns. Die haben wir schon gehört, als wir noch Kinder waren und gerade angefangen haben, uns für Musik zu interessieren. Bis heute ist das eine Band, zu der man aufblickt und von der man viel lernen kann.
Aber Düsseldorf hat generell unglaublich viele Bands hervorgebracht, mit denen wir teilweise schon zusammengearbeitet haben oder es vielleicht noch tun werden. Es gibt hier zum Beispiel 4 Promille, mit denen wir jahrelang sogar einen Proberaum geteilt haben. Oder Massendefekt. Hier lebt wirklich eine aktive Kultur. Allein unser Proberaumkomplex – das ist so ein riesiger Bunker mit unzähligen Räumen – ist jeden Tag voller Leben. Da wird ständig geprobt, neue Bands entstehen, überall ist Radau. Das macht schon richtig Spaß.
15.08.2026 · 18.30 Uhr · IGA Park
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