Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock stellt ihr Tourismus- und Veranstaltungsmanagement neu auf. Mit einer entsprechenden
Beschlussvorlage setzt die Stadtverwaltung das von der Bürgerschaft beauftragte Feinkonzept zur Neuausrichtung um. Ziel ist es, bisher auf mehrere Gesellschaften und Organisationseinheiten verteilte Aufgaben künftig effizienter zu bündeln, Doppelstrukturen abzubauen und die Zusammenarbeit zu stärken.
Kern der Neuorganisation ist die Zusammenführung der Bereiche Tourismus, Destinationsmarketing, Veranstaltungsmanagement,
Eventmarketing und touristischer Vertrieb in einer gemeinsamen Gesellschaft. Hierfür sollen die Rostocker Gesellschaft für Tourismus
und Marketing mbH, die Großmarkt Rostock GmbH sowie die Museumspark Rostock GmbH mit der inRostock GmbH Messen, Kongresse & Events verschmolzen werden. Gleichzeitig werden hoheitliche Aufgaben wie die Kurabgabe, Sondernutzungen sowie die zentrale behördliche Veranstaltungskoordination künftig in der Stadtverwaltung gebündelt.
Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger betont: „Mit dieser Neuaufstellung setzen wir einen klaren Auftrag der Bürgerschaft um. Die
Herausforderungen für Kommunen wachsen, gleichzeitig werden unsere finanziellen Spielräume kleiner. Deshalb brauchen wir den Mut, gewachsene Strukturen kritisch zu hinterfragen und dort mutige Entscheidungen zu treffen, wo wir gemeinsam besser werden können. Diese Entscheidung ist kein Selbstzweck, sondern eine Investition in eine leistungsfähige Stadtverwaltung und starke kommunale Unternehmen.“ Zugleich bedankt sich die Oberbürgermeisterin für das Engagement aller an diesem Prozess Beteiligten: „Veränderungen gelingen nur mit den Menschen, die sie gestalten. Ich danke allen Beschäftigten, die sich offen und konstruktiv auf diesen Weg einlassen. Ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihr Engagement sind die Grundlage dafür, dass aus mehreren Organisationen eine starke neue Einheit entstehen kann und wir gemeinsam Neues gestalten können.“
Mit der Neustrukturierung verfolgt die Hanse- und Universitätsstadt Rostock das Ziel, ihre touristischen und veranstaltungsbezogenen
Kompetenzen künftig aus einer Hand anzubieten, Entscheidungswege zu verkürzen und langfristig wirtschaftlicher zu arbeiten. Nach den Berechnungen der Verwaltung sollen durch Synergien, gemeinsame Verwaltungsstrukturen und den schrittweisen Abbau von Doppelstrukturen bis zum Jahr 2035 jährliche Einsparungen von rund drei bis vier Millionen Euro erreicht werden. Zugleich steigt der Zuschussbedarf nach den vorliegenden Berechnungen nicht an.
Der für die kommunalen Beteiligungen zuständige Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung Dr. Chris von Wrycz Rekowski macht deutlich: „Wir schaffen keine Reform auf dem Papier, sondern eine Struktur, die langfristig wirtschaftlicher arbeitet und gleichzeitig unsere Leistungsfähigkeit stärkt. Weniger Doppelstrukturen, gemeinsame Prozesse und gebündelte Kompetenzen schaffen Freiräume für die eigentlichen Aufgaben. Die erwarteten Synergieeffekte leisten zudem einen wichtigen Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushalts und zur Umsetzung unseres Haushaltssicherungskonzeptes.“
Die Neuorganisation soll zum 1. Januar 2027 operativ starten. Für die Beschäftigten ist eine sozialverträgliche Umsetzung vorgesehen. Bestehende Arbeitsverhältnisse bleiben erhalten, Beteiligungsrechte der Personal- und Betriebsvertretungen werden umfassend berücksichtigt. Ziel ist es, den Veränderungsprozess gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu gestalten.
Die Beschlussvorlage wird nun in den zuständigen Fachausschüssen beraten. Die abschließende Entscheidung trifft die Bürgerschaft
voraussichtlich in ihrer Sitzung am 2. September 2026
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Foto: Kristina Becker - photovisionen
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