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Musik aus Rostock

Musik aus MV – Subbotnik

Musik aus MV – Subbotnik

Jul 21
Brütende Hitze über Deutschland. Flo und Enrico von Subbotnik sitzen noch etwas zerknirscht von einer langen Studio-Nacht, die bis 4 Uhr morgens ging, im Berliner Studio. Der eine im Hansa-Trikot, der andere mit einem Kühlakku auf’m Kopp. Musik produzieren ist ein hartes Pflaster. Umso mehr freue ich mich, dass die Boys ein halbes Stündchen Zeit für mich hatten, um über ihr Musik-Projekt zu schnattern.

Subbotnik mag der eine oder andere von euch schon mal gehört haben. Die (einst) Rostocker Band hat nicht selten das ein oder andere Konzert oder Festival rund um Rostock gerockt. Musikalisch gesehen lassen sie sich nur schwer in eine Genre-Schublade stecken. (T)Rap trifft es vermutlich am besten. Nun haben sie sich transformiert. Und sind am Start mit einem neuen Album, welches den, wie ich finde, großartigen Namen „Doberaner Platz“ trägt.
„Letzter Halt immer Doberaner Platz“, besingt Flo im zweiten Track das Herz des Nachtlebens in Rostock, den Dobi. Wie wahr! Ein Döner noch, ein letztes Bier. Dann ins Bett. Dieser Track und das Intro, welches das Album einleitet, waren eigentlich gar nicht für die Veröffentlichung geplant, sondern nur für live, verrät Enrico. Ursprünglich sollte es ein fettes Konzert im IGA-Park zum Album-Release geben und mit diesen zwei ersten Tracks sollte das Konzert feuerwerksartig explosiv starten und somit das Album gedroppt werden. Mit Gospelchor. Die Pläne waren groß. Aber dank Corona wurde das Konzert 5 Tage vor dem Stattfinden abgesagt. Das Intro und Track Nr. 2, „Doberaner Platz“, haben es trotzdem auf die Platte geschafft. Und das ist im Nachhinein auch gut so. „Es nimmt dich an die Hand, begleitet dich in unser Album, in unsere Show. Es sagt dir, „schön, dass du da bist und hab Spaß“. Das Gefühl finde ich auf der Platte richtig geil. Und der letzte Song sagt dir auch, es war eine gute Zeit, Ciao.“ Dramaturgisch clever gelöst so einen Spannungsbogen zwischen den 16 Songs geballte Subbotnik-Power aufzuziehen.
Doch wir sprachen ja von Transformation, deshalb habe ich die Jungs gefragt, was sich denn jetzt eigentlich so krass verändert hat an der Band. Zum einen die Besetzung. Das ursprüngliche Trio von Flo, Hannes und Mülli geht nun musikalisch getrennte Wege – im Guten natürlich. Sänger Flo, Produzent Enrico und Jorge, ein Drummer aus Mannheim führen das Band-Projekt weiter. Zeiten ändern sich, sagt Flo. „Es ist ein fließender Prozess und irgendwann kommt auch Arbeit und Leben dazu. Dann hat einer ein Kind gekriegt, einer ist Doktorand in Bremen geworden, wie das halt so ist. Man ist ja auch keine Anfang 20 mehr und trinkt Lean aus Sprite-Flaschen.“ Aber so ganz trennen von Subbotnik konnten Hannes und Mülli sich dann auch nicht. „Beide sind immer noch irgendwie am Start. Mülli hat uns beim Cover geholfen, bei Organisatorischem, hat Pressefotos von uns gemacht und war beim Videodreh dabei. Hannes freut sich schon auf unser erstes Konzert. Es bleibt Family und Team.“ Stichwort erstes Konzert? So viel sei gesagt: Leude, da kommt ordentlich was auf uns zu! Mehr wollten die beiden nicht verraten, solange es noch nicht in Sack und Tüten ist.
Was sich noch verändert hat, ist der Standort. Enrico war über 10 Jahre, Flo 16 Jahre ein Rostocker Fischbrötchen-Gesicht. Und da war auch Subbotnik zu Hause. Doch wer in der Branche was reißen will, der muss auch mal über den Tellerrand schauen und welche City eignet sich dafür besser als Big B? Alle zukünftig produzierten Songs von Subbotnik werden also aus dem neu bezogenen Berliner Studio entspringen. Warum das Album „Doberaner Platz“ aber doch noch ein Rostocker Herzensprojekt ist, darüber haben wir auch gesprochen. „Es ist immer schwer die Heimat zu verlassen“, sagt Flo. „Aber alle Songs vom Album wurden noch in Rostock produziert, auch während Corona und der ganzen Lockdowns. Hat alles irgendwie zu Rostock gehört. Auf einmal kam das Gefühl auf, dass das ja jetzt mehr oder weniger unser Abschied ist. Wir haben uns gefragt, was würde das Album zusammenfassen, was ist ein zentraler Ort, wo wir oft waren, wo man auch besoffen abgestürzt ist. Und das war immer der Dobi.“ Auch Enrico wird ein wenig wehmütig: „Nicht mal unbedingt auf die Texte bezogen, aber so vom Grundgefühl her ist das Album ein Dankeschön an die Stadt und ein Abschied nehmen von Rostock.“
Neben Flo sind noch ein paar andere Leute auf dem Album am Mic zu hören. Darunter der Rostocker Rapper Kuzo. „Den haben wir im alten Studio auf’m Flur kennengelernt. Total geiler Typ! Psychologisch hat er das auch richtig gut angestellt, der war immer bei uns im Studio und hat bei uns gechillt und wie man das so sagt, „wir können ja auch mal 'nen Song zusammen machen“. Man will dann aber nicht derjenige sein, der nur quatscht wie alle anderen und dann zieht man das halt durch. Dann haben wir gesagt, machen wir direkt diese Woche. Wir hatten auch schon einen Song liegen und dann war’s 'ne Woche später im Kasten.“ Neben Kuzo ist noch die Sängerin VØR und Peso auf dem Album zu hören, alles irgendwie Freunde und lieb gewonnene Menschen aus der Region. Das bisschen Abwechslung tut dem Album gut und bringt noch mehr Schwung in die Kiste. „Wer will schon die ganze Zeit mein Gequake hören“, so Flo. Gequake ist jedenfalls deutlich untertrieben, das Album strotzt nur so vor Energie – übrigens der dritte Track auf dem Album. Reinhören lohnt sich allemal, auf das hoffentlich nächste Konzert gehen bestimmt auch.
Wenn die Boys irgendwann mal wieder in Rostock sind, dann trinken wir einen Kirschlikör, so sind wir verblieben. Auf das neue Album und wahrscheinlich irgendwo auf dem Doberaner Platz.

Luise Johanna Acker

Foto: Annik Thadewaldt

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