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Musik

Peter Heppner im Interview

Peter Heppner im Interview

Mrz 13

Es gibt auf dieser Welt nicht viele Stimmen, die so einmalig und sofort identifizierbar sind. Schon gar nicht unter deutschen Sängern. Der zweifache Echo Preisträger Peter Heppner nennt zweifellos eines dieser absolut markanten Organe sein Eigen. Mit "My Heart of Stone" startet Heppner nun ein aufregendes, neues Kapitel seiner Karriere. "'Solo' war auch wenn ich dies gar nicht beabsichtigt hatte eine Art Übergangswerk für mich", erklärt er. "Wolfsheim war noch nicht wirklich ad acta gelegt und schwirrte mir noch im Hinterkopf herum. So geriet das Album zu einem unbewussten Versuch der musikalischen Abrechnung und dem gleichzeitigen Versuch mich von meiner Vergangenheit zu einem gewissen Grad zu distanzieren." Selbstverständlich wird Peter Heppner das neue Material seinen zahlreichen Fans auch auf der Bühne präsentieren. Seine Band besteht aus Neben Manteuffel und Riegner an den Keyboards, besteht diese aus Gitarrist Carsten Klatte (Project Pitchfork) und Drummer Achim Färber (De/Vision, Phillip Boa), die auch schon bei Wolfsheim live dabei.

 

                                                                     

                                                              Fotos vom Auftritt am 02.03.2013 im MAU Club



0381-MAGAZIN: Was war für Dich die größte Veränderung von Deiner Karriere bei Wolfsheim zum Solokünstler?
Peter Heppner: Erstaunlich war, dass sich auf der künstlerischen Seite nicht viel verändert hat. Das war für mich total überraschend. Auch jetzt als Solokünstler schreibe ich meine Platten nicht komplett alleine. Ich suche mir immer andere Musiker. Für mich ist es sinnvoller von Außen Eindrücke einzuholen. Nur das Interesse der Öffentlichkeit hat sich verändert. Zur Wolfsheim-Zeit hätte ich mir diese mediale Präsenz gewünscht. Dann wären wir vielleicht die erfolgreichste Band aller Zeiten geworden (lacht).

0381-MAGAZIN: Dein Stil hast gewechselt. Von Synthie Pop zu Rock-Pop. Von Wolfsheim hätte es doch nie als Merchendise eine Lunch-Box oder eine Peter Heppner-Tischdecke gegeben.
Peter Heppner: (lacht) Ich wurde gefragt, ob ich das machen möchte und ehrlich gesagt, finde ich das ganz witzig. Es passt sehr gut zur Single "Meine Welt". Ob ich das auch zu anderen Titel machen würde, da bin ich mir nicht sicher. Wolfsheim direkt hat sich auch immer weiterentwickelt. Wir haben angefangen mit Dark Wave und waren zum Ende hin ziemlich poppig. Wir wollten  immer Pop machen, mit der ersten Platte schon. Und so gibt es auch bei mir als Solokünstler immer eine kontinuierliche Weiterentwicklung.

0381-MAGAZIN: Der Sänger von HIM, Ville Valo, hat die Frage "Welche Musikrichtung vertritt seine Band?" mit Popmusik beantwortet. Begründung: "Popmusik kommt von Popularmusik".
Peter Heppner: Ville hat nicht ganz unrecht. Popularmusik wird von vielen gehört. Und das war der Punkt bei Wolfsheim. Wir hatten die Meinung, das unsere Musik auch Popmusik sein kann. Die hatte das Zeug zum kommerziellen Erfolg, das haben wir versucht und versuche ich heute noch. Es ist also kein Stil, sondern Musik, die auch von vielen Leuten gehörte werden kann. Da muss man den Bogen manchmal weit spannen. Bestes Beispiel ist 'Kein zurück'. Da wussten wir nicht, ob das funktioniert – nicht wegen der Musik, sondern wegen dem Thema. Und jetzt, wenn ich der Plattenfirma eine neue Single präsentiere gibt es die selben Diskussionen. Dabei geht es immer um den komplexen Inhalt, der sei zu schwierig oder zu dunkel. Eine Diskussion, die ich jedesmal führen muss.

0381-MAGAZIN: Peter Heppner macht ein Swing-Album. Ist das vorstellbar?
Peter Heppner: Nein, ich mag Swing einfach nicht. Es mag für mich mal ein Lied geben können, das Swing ist und ich auch gut finde. Doch für ein ganzes Album von mir könnte das nicht reichen. Ich mag Big Bands einfach nicht, das Klanggerüst spricht mich nicht an. Ich hab mich bemüht meine Meinung zu ändern, aber es gibt eben Musikrichtung da fühle ich mich nicht drin wohl. Eine andere Musikrichtung wäre Jazz, das ist mir zu schwierig, obwohl es tolle Sachen davon gibt.

0381-MAGAZIN: Du stehst wieder im Studio, mit einem Künstler, der noch nicht verraten werden darf. Können wir einem Hit wie "Die Flut" oder "I feel you" erwarten?
Peter Heppner: Wir sind jetzt in der letzten Phase. Noch im Frühjahr soll der Song veröffentlicht werden. Doch verraten darf ich leider noch nichts. Erst wenn wir alle damit zufrieden sind, gibt es weitere Informationen dazu.

0381-MAGAZIN: Gab es Musiker, denen Du ein Duett verweigert hast?
Peter Heppner: Nein, grundsätzlich gebe ich keine Absagen. Mir geht es dabei immer um das Lied und weniger um den Musiker, der anfragt. Wenn ich das Werk gut finde und auch das Gefühl habe etwas dazu beizutragen, dann sind alle Voraussetzungen erfüllt. Trotzdem gibt es natürlich Leute, mit denen die Zusammenarbeit unwahrscheinlich wäre. Aber nur weil es einfach musikalisch nicht passt. Ausschließen würde ich niemanden.

0381-MAGAZIN: Testest Du in Clubs, wie Deine Musik bei der Nach- Wolfsheim-Generation ankommt?
Peter Heppner: Mittlerweile könnte ich das wieder, da mich keiner mehr so schnell erkennt. Da ich viel mit der Band unterwegs bin, lande ich auch viel in Clubs und kann nicht anders, als die Leute beobachten. Das ist auch interessant und lustig. Nach 25 Jahren im Musikbusiness bin ich nicht soweit abgehärtet, dass mich die Meinung vom Publikum nicht interessiert. Und wer empfängt schon ungerne ein direktes Feedback zu seiner Arbeit.

0381-MAGAZIN: In Rostock und Schwerin fanden die letzten Wolfsheim-Konzerte statt. Das war 2002/03. Welche Erinnerungen hast Du an diese Zeit?
Peter Heppner: Eine sehr lustige, weil ich die Leute in Schwerin mit "Hallo Rostock" begrüßt habe. Das war mir zuvor nur ein einziges Mal passiert. In Schwerin hab ich schon eine Vorahnung gehabt.Das tat mir auch sehr leid für die Schweriner, aber bei Mecklenburg-Vorpommern habe ich Rostock im Kopf. Zum Glück hat das Publikum positiv reagiert. Für mich ist es immer schön im Norden zu sein, egal ob Rostock oder Schwerin. Hauptsache das Meer ist nicht weit weg. Ich bin zwar aus Hamburg, aber auch teilweise Mecklenburger, meine Großemutter kommt von dort und darin ist meine Sehnsucht nach dem Meer sicherlich mit begründet.

0381-MAGAZIN: Gibt es schon bestätigte Festival-Termine?
Peter Heppner: Noch nicht, wir haben uns jetzt erstmal um Auftritte im Ausland bemüht. Fest sind 2 Shows in Rußland und in Athen. Die Festivals werden jetzt geplant. Die ersten Termine dafür werden bald veröffentlicht.

0381-MAGAZIN: Nie gehst Du ohne deine Mappe auf die Bühne. Was ist darin versteckt?
Peter Heppner: Meine Songtexte. Ich fühle mich einfach nur sicherer damit. Selten gucke ich rauf. Übrigens nehmen viele Musiker ihre Songtexte mit auf die Bühne, sie verstecken es nur besser. Dass ich das so öffentlich mache, hat auch eine Geschichte. Bei einem Festival hab ich meine Zettel auf den Boden geklebt und als ich dran war, hab ich meine Texte unter den ganzen anderen Zettel nicht wiedergefunden. Daraufhin hab ich beschlossen, eine Mappe mit auf die Bühne zu nehmen. Ich bin kein Gedächtniskünstler, sondern Sänger. Und das funktioniert wunderbar. Ich brauch da nichts verstecken.
 
Interview: ANNE ROLOFF


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