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KRAUTKOPF – das Kochbuch zum vegetarischen Foodblog

KRAUTKOPF – das Kochbuch zum vegetarischen Foodblog

Jul 21
Auf ihrem erfolgreichen Foodblog "Krautkopf" (www.kraut-kopf.de) verbinden Susann Probst und Yannic Schon seit 2013 ihre Leidenschaft zum Kochen und Fotografieren. Nachdem sie zehn Jahre in der Großstadt gelebt und gearbeitet haben, zog es sie in hinaus in die Natur. In einem kleinen Dorf in Mecklenburg lassen sie sich nun von dem inspirieren, was in ihrem eigenen Gemüsegarten wächst.

0381-Magazin: Ihr seid eigentlich erfolgreiche Foodblogger – wie ist das Projekt entstanden?
Wir sind beide gelernte Fotografen. 2013 gründeten wir unseren Foodblog Krautkopf. Da wir schon immer gerne gekocht haben und ein Faible für die Foodfotografie hatten, lag es für uns nahe beides zu verbinden. 10 Jahre lang haben wir in Berlin gelebt, konnten uns dort durch Geschmäcker aus der ganzen Welt probieren und gleichzeitig auf den regionalen Wochenmärkten saisonal produzierte Lebensmittel beziehen. Letztere interessierten uns immer mehr, sodass wir schon viele Jahre Obst und Gemüse fast ausschließlich zur entsprechenden Saison einkauften. Unser Wunsch nach einem eigenen Garten mit Anbaumöglichkeiten wuchs mit den Jahren immer mehr, bis wir uns diesen Traum 2018 erfüllen konnten. Regionaler als aus dem eigenen Anbau kann man sich nicht ernähren. Nun pflanzen wir in Mecklenburg in unserem etwa 200 Quadratmeter großen Nutzgarten etwa 100 verschiedene Gemüsesorten für den Eigenbedarf an. So mit der Natur verbunden zu sein und genau zu wissen, woher unsere Lebensmittel kommen und wie viel Aufwand, Pflege und auch Ressourcen aufgewendet wurden um sie zu produzieren, ist sehr faszinierend und eine äußerst zufriedenstellende Arbeit.

0381-Magazin: Euer zweites Buch steht dieser Tage in den Regalen – wann ist die Idee mit den Büchern entstanden?
Schon kurz nachdem wir Krautkopf gestartet hatten, kam der Hölker Verlag mit dem Vorschlag auf uns zu, gemeinsam ein Kochbuch herauszubringen. Wir haben die Chance beim Schopfe gepackt und zugesagt, auch wenn wir damals hauptberuflich noch anders orientiert waren. Von uns aus wären wir so schnell nicht auf die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben. Uns hat die Arbeit am ersten Buch „Krautkopf: Vegetarisch kochen und genießen“ sehr viel gebracht. Wenn man noch am Anfang steht, ist es ziemlich hilfreich die eigenen Rezepte mit Lektor*innen durchzugehen, die schon hunderte Rezepte gelesen und korrigiert haben und dabei zu lernen, worauf man besonders achten muss. Seitdem sind 6 Jahre vergangen. Wir haben uns persönlich weiterentwickelt und unsere Art zu kochen hat sich auch durch das Leben auf dem Land und dem eigenen Garten verändert. Es war höchste Zeit die neuen Inspirationen und Geschmäcker in einem zweiten Buch zu verarbeiten.

0381-Magazin: Ihr seid zugezogene Mecklenburger – wegen der schönen Landschaft oder wegen des Traums, selber im größeren Rahmen Nahrungsmittel anzubauen?
Bewusst haben wir uns nicht für diese Region entschieden. Es war ein glücklicher Zufall, für den wir sehr dankbar sind.

0381-Magazin: Gibt es etwas, das ihr besonders auf dem Land vermisst?
Uns fehlt es hier an nichts. Wir schätzen die neugewonnen Freiräume, die unendliche Inspiration, die wir hier jeden Tag finden, den Austausch mit Gleichgesinnten. Selbst die Restaurant- oder Cafébesuche mit Freunden vermissen wir nicht, denn es ist viel schöner, seine Liebsten nicht nur für ein paar Stunden zu treffen, sondern direkt übers Wochenende oder mehrere Tage zu Besuch zu haben und diese Idylle hier gemeinsam zu genießen. Sollte doch mal etwas fehlen, können wir jederzeit ins Auto steigen und uns etwas Stadtprogramm gönnen. Dass wir dies nur selten tun, spricht dafür, wie wohl wir uns hier fühlen.

0381-Magazin: Oft ist das Leben in der freien Natur das ganz Besondere am Landleben, aber gab es auch unverhoffte Aspekte, die euch positiv überrascht haben?
Offen gestanden haben wir die Mentalität der Menschen hier ganz anders eingeschätzt. Man sagt den Norddeutschen eine Wortkargheit und Distanziertheit nach, die wir hier absolut nicht kennengelernt haben. Unsere Bekanntschaften waren meist sehr lustig und redselig. Besonders freuen wir uns über den Zusammenhalt im Dorf. Oft wurde uns schon beim ersten Schnack Hilfe angeboten, wenn sie mal von Nöten sein sollte. Dafür sind wir sehr dankbar.

0381-Magazin: Was ist euch am Garten wichtig und welche Pflanzen baut ihr besonders gerne an?
Uns ist es wichtig, dass nicht nur wir selbst von diesem Ort profitieren, sondern wir durch unsere Bewirtschaftung auch etwas an die Natur zurückgeben können. So legen wir viel Wert darauf, naturnah zu gärtnern und auf diesem Weg ein ökologisches Gleichgewicht zu ermöglichen. Neben dem Obst und Gemüse, welches wir gerne verarbeiten möchten, pflanzen wir allerhand Heil- und Wildkräuter an, die auch Insekten als Nahrungsquelle dienen. Wir versuchen außerdem Futter- und Nistmöglichkeiten für Kleintiere zu schaffen, die im besten Fall dafür sorgen, Schädlinge an unseren Nutzpflanzen auf natürlichem Weg zu bekämpfen. Generell ist bei uns im Garten keine „Chemiekeule“ zu finden. Wir setzen auf altbewährte natürliche Mittel um den Boden und die Pflanzen gesund zu halten. Das sind zum Beispiel selbst angesetzte Jauchen, Brühen oder Tees aus Wildkräutern. Bei der Auswahl unseres Saatgutes und der Pflanzen achten wir auf alte Sorten und darauf, dass sie möglichst aus der Region kommen oder in die Region passen. Denn das ist die beste Grundlage für ein gesundes Wachstum und langjährige Freude daran.

0381-Magazin: Wenn man, wie ihr, viel kocht, Wert auf gute Nahrungsmittel legt und auch noch Kochbücher vero?ffentlicht - geht ihr dann auch noch in Restaurants Essen?
In Berlin sind wir regelmäßig Essen gegangen. Seitdem wir hier sind, waren wir noch nicht einmal in einem Restaurant. Das liegt zum einen daran, dass die vegetarische Küche in ländlichen Gebieten nach wie vor nicht sehr verbreitet ist und das Angebot dementsprechend mau ausfällt. Zum anderen macht uns das Kochen so viel Spaß, dass wir uns gar nicht extra ins Auto setzen möchten, um irgendwo hin zu fahren. Nach Rostock zum Beispiel sind es knapp 40 Minuten. In der Zeit haben wir uns schon ein leckeres Essen selbst zubereitet. Es gibt aber dennoch einige spannende Anlaufstellen, die wir demnächst doch gerne einmal ausprobieren möchten.

0381-Magazin: Ihr seid wahrscheinlich im Frühjahr bis Herbst gut beschäftigt mit dem Garten. Womit verbringt ihre eure Zeit im Winter?
Das ganze Jahr über arbeiten wir als Werbe- und Foodfotografen für Kunden. Den Garten bewirtschaften wir nebenbei in unserer Freizeit, auch wenn er hin und wieder und immer mehr auch Teil unserer Arbeit wird. Dementsprechend sind unsere Akkus nach der Saison auch ziemlich leer. Im Winter konzertieren wir uns daher hauptsächlich auf unsere Arbeit als Fotografen, können es aber nie lassen auch neue Pläne für das folgende Gartenjahr zu schmieden. Die ruhigere Phase nutzen wir zum Beispiel um Saatgut zu sortieren, die neuen Beetpläne auf dem Papier zu planen usw. Im Winter finden wir dann auch wieder Zeit, die vielen Fotos aus dem Garten und von Rezepten durchzuschauen und unsere neu gesammelten Erfahrungen in Blogbeiträgen zu verarbeiten.

0381-Magazin: Ihr fotografiert, schreibt Bücher, veröffentlicht Beiträge auf Instagram und Facebook, erstellt Grafiktools für die Bildbearbeitung, gärtnert u.a. Könnt ihr noch zwischen Beruf und Hobby unterscheiden?
Für uns ist es das größte Privileg mit dem, was uns Spaß macht und erfüllt, Geld verdienen zu können. Wenn Freizeit und Arbeit immer mehr verschmelzen, muss man sehr aufpassen, dass die Auszeiten nicht zu kurz kommen. Aktuell sind wir sehr glücklich wie es läuft und wir bekommen ein für uns gesundes Gleichgewicht hin.

0381-Magazin: Was sind eure weiteren Pläne?
Im Herbst werden wir auf einem Teil unseres Grundstücks eine Streuobstwiese mit alten Obstsorten anlegen.

HENRYK JANZEN

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