Gastro
Knuspern statt Kohlenhydrate – Hochsaison für Grünkohlchips
Jan 26
Grünkohlchips erleben in den Wintermonaten eine kleine Renaissance. Was zunächst nach einem Nischenprodukt aus urbanen Feinkostläden klingt, lässt sich erstaunlich unkompliziert zu Hause herstellen – und bietet eine gesunde, saisonale Alternative zu herkömmlichen Snacks. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn das Angebot an frischem Gemüse naturgemäß schmaler wird, rückt Grünkohl in den Fokus. Er gilt als robustes Wintergemüse, das nicht nur reich an Vitaminen ist, sondern sich auch hervorragend verarbeiten lässt. Besonders interessant wird er, wenn man ihn aus seiner angestammten Rolle als Beilage löst und zu einem leichten, knusprigen Snack transformiert. Damit Grünkohlchips perfekt gelingen, braucht es nicht viel – eigentlich nur gutes Öl, ein wenig Gefühl für Temperatur und Lust aufs Ausprobieren. Wichtig ist, den Grünkohl gründlich zu waschen und wirklich trocken zu tupfen. Feuchtigkeit ist der größte Feind der Knusprigkeit. Dann darf gewürzt werden: dezent, aber mutig. Ein Hauch Salz, etwas Pfeffer, vielleicht geräuchertes Paprikapulver für eine dezente BBQ-Note oder fein geriebene Zitronenschale für Frische. Der Ofen übernimmt den Rest und verwandelt die dunklen, krausen Blätter in leichte, knisternde Chips, die man am liebsten noch warm direkt vom Blech nascht. Obacht: je nach Zusammenstellung der Zutaten müssen bestimmte Gemüsesorten früher aus dem Ofen als andere.
Zutaten
1 großer Bund Grünkohl
2–3 EL Olivenöl
1 TL Salz
Optional:
Pfeffer
Paprikapulver,
Chiliflocken
Zitronenabrieb
Knoblauchpulver
Zubereitung
1. Den Ofen auf 140 °C Umluft (oder 160 °C Ober-/Unterhitze) vorheizen.
2. Die Grünkohlblätter vom Strunk lösen und in mundgerechte Stücke zupfen.
3. Gründlich waschen und sorgfältig trocken tupfen.
4. In einer Schüssel mit Olivenöl und Gewürzen vermengen – jedes Blatt soll leicht benetzt, aber nicht triefend sein.
5. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, ohne dass die Blätter übereinander liegen.
6. 12–18 Minuten backen, je nach Ofen. Sie sollen knusprig sein, aber nicht nachdunkeln.
7. Kurz auskühlen lassen und sofort genießen – am besten frisch.
Wenn noch Platz auf dem Backblech ist …
Rosenkohlblätter: Ein echter Geheimtipp – die einzelnen Blätter ergeben unglaublich knusprige Mini-Chips. Mit etwas Olivenöl, Meersalz und wenig Hitze werden sie goldgrün und herrlich nussig.
Wirsing: Die gewellten Blätter des Wirsings werden überraschend knusprig und haben ein mildes, fast buttriges Aroma. Ideal für Currypulver oder Kreuzkümmel.
Mangold: Etwas zarter als Grünkohl, daher braucht man niedrige Temperaturen und ein Auge beim Rösten. Dafür wird er wunderbar knusprig und leicht mineralisch im Geschmack
Ob Grünkohl, Mangold oder Wirsing – Chips aus Wintergemüse sind ein unkomplizierter, moderner Snack, der zeigt, wie viel Kreativität in unser saisonaler Küche steckt.
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