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36 Jahre Mauerfall: Lübeck sucht Zeitzeugen
Aug 25
Die Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup sucht Menschen, die über ihre Erfahrung aus der Zeit der Grenzteilung berichten möchten. In Videos soll das Wissen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bewahrt werden, die über ihre Erlebnisse im Kontext der deutschen Teilung berichten. „Es ist uns besonders wichtig, den Blick nicht nur auf die Zeit der Teilung, sondern nach 35 Jahren Einheit auch auf die Zeit des ‚wieder Zusammenwachsens‘ zu richten – hierfür sind verschiedene Perspektiven wichtig und die Geschichten dahinter häufig noch nicht erzählt“, betont Silvia Kannegießer, Projektkoordinatorin Grenzdokumentationsstätte Lübeck-Schlutup der Hansestadt Lübeck. Für diese Interviews werden interessierte Menschen gesucht, die während der deutschen Teilung und/oder danach in und um Schlutup – Priwall, Dassow, Selmsdorf, Palingen, Herrnburg, Eichholz, Schönberg, Lübeck – aufgewachsen sind, gelebt oder gearbeitet haben und darüber berichten möchten.
Interessierte können unter
www.grenze-luebeck.de/kontakt mit der Grenzdokumentations-Stätte in Kontakt treten. Gerne wird ein unverbindliches erstes Informationsgespräch angeboten.
Der Lübecker Ortsteil Schlutup war Deutschlands nördlichster Grenzübergang zur DDR und der einzige auf dem Gebiet einer Großstadt. Die Grenze erstreckte sich hier von der Ostsee bis zum Ratzeburger See und verlief über weite Strecken entlang der beiden Flüsse Trave und Wakenitz. Im ehemaligen Bundesgrenzschutz- und Zollabfertigungsgebäude an der Schlutuper Wiek ist die Teilung Deutschlands in diesem Gebiet eindrucksvoll dokumentiert: Der kleine Grenzverkehr, aufregende Fluchtgeschichten und schließlich der grenzenlose Jubel nach der Öffnung am 9. November 1989 erinnern an das bedeutende Kapitel unserer jüngeren Geschichte.
Der Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerungen an die Begebenheit aus dieser Zeit zu bewahren und das geschichtliche Bewusstsein, besonders der jungen Generation, zu fördern.
PM · Foto: Hansestadt Lübeck
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