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Ergebnisse der U16-Wahl für Mecklenburg-Vorpommern liegen vor: AfD und Linke stärkste Parteien
Sep 26
Ergebnisse der U16-Wahl für Mecklenburg-Vorpommern liegen vor:
AfD und Linke stärkste Parteien
Die Wahlergebnisse der U16-Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern stehen fest. Bis zum 12. September haben 1.504 Kinder und Jugendliche in 51 Wahllokalen im Bundesland ihre Stimmen zur Landtagswahl abgegeben. Erstmals fand die Wahl unter dem bisherigen Namen U18-Wahl ausschließlich für Unter-16-Jährige statt. Nach Auszählung aller Stimmen liegt die AfD mit 33,3 % vorn. Es folgen Die Linke mit 25,3 %, SPD mit 14,2 % sowie Bündnis 90/Die Grünen mit 8,1 %. Unter 5 Prozent bleiben die CDU mit 3,9 %, die Tierschutzpartei mit 3,6 %, das BSW mit 2,9 % sowie die FDP mit 1,8 %. Auf sonstige Parteien entfielen 6,8 % der Stimmen. Im Vergleich zur U18-Wahl im Rahmen der Landtagswahl 2021 sind die Wahlbeteiligung und die Anzahl der Wahllokale gestiegen.
Dr. Ina Bösefeldt, Geschäftsführerin des Landesjugendringes Mecklenburg-Vorpommern, erklärt: "Die Ergebnisse zeigen deutlich: Junge Menschen wählen Veränderung. Sie entscheiden sich mehrheitlich für Parteien, mit denen sie einen politischen Wandel verbinden. Das kommt nicht von ungefähr. Viele Kinder und Jugendliche stehen unter erheblichem Druck: Psychische Belastungen nehmen zu, multiple Krisen prägen ihr Aufwachsen, und zugleich fehlen ihnen im Alltag häufig Möglichkeiten, Selbstwirksamkeit zu erfahren. Viele erleben, dass ihre Perspektiven und Interessen von der Politik nicht ausreichend wahr- und ernst genommen werden."
Ina Bösefeldt ergänzt: "Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem. Mit den Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission „Jung sein in MV“ liegt eine fundierte Grundlage für ein gutes Aufwachsen in Mecklenburg-Vorpommern vor. Jetzt kommt es darauf an, diese Empfehlungen strategisch, ressortübergreifend und verbindlich umzusetzen. Dafür braucht Mecklenburg-Vorpommern eine Kinder- und Jugendstrategie. Zentral ist dabei, verlässliche Rahmenbedingungen für die Jugendarbeit zu schaffen: Ihre Förderung muss bedarfsgerecht, langfristig und planbar sein."
PM Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern
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