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Fassadencheck per Drohne: WIRO startet Pilotprojekt in Rostock
Jun 26
Mithilfe hochauflösender Aufnahmen und KI-gestützter Auswertung sollen Schäden schneller erkannt, Instandhaltungsmaßnahmen gezielter geplant und Kosten reduziert werden.
Rostock, 01. Juni 2026 – Die WIRO Wohnen in Rostock setzt erstmals Drohnentechnik zur Untersuchung von Gebäudefassaden ein. In einem Pilotprojekt wurden die denkmalgeschützten Wohnhäuser in der Langen Straße 32 und 33 mithilfe unbemannter Flugsysteme überprüft. Ziel ist es, den Zustand der Fassaden effizienter, präziser und wirtschaftlicher zu erfassen.
Die Gebäude der Rostocker Langen Straße zählen zu den architektonisch herausragenden Bauwerken der frühen DDR und stehen unter Denkmalschutz. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an ihre Instandhaltung. Regelmäßige Kontrollen der Fassaden sind notwendig, da Witterungseinflüsse – insbesondere Frost und Feuchtigkeit – zu Schäden wie lockeren Klinkern oder abplatzendem Putz führen können.
„Bisher waren diese Untersuchungen mit erheblichem personellen und technischen Aufwand verbunden“, erklärt René Wigger, KundenCenter-Leiter bei der WIRO. „Der Einsatz von Hubsteigern ist kostenintensiv und organisatorisch komplex. Mit der Drohnentechnologie prüfen wir nun eine moderne Alternative.“
Für den Testlauf arbeitete die WIRO mit dem Unternehmen Baltic Drone Service aus Dummerstorf zusammen. Die Drohnen erreichen auch schwer zugängliche Bereiche wie Dachfirste, Traufen und Vorsprünge und liefern hochauflösende Bild- und Videodaten sowie Infrarotaufnahmen.
Die Auswertung erfolgt mithilfe einer speziell trainierten Künstlichen Intelligenz. „Die Software erkennt selbst kleinste Auffälligkeiten wie Risse, Ausbeulungen oder Feuchtigkeitsspuren und erstellt daraus eine strukturierte Schadensanalyse mit Handlungsempfehlungen“, erläutert André Soppart, Teamleiter Wohnungswirtschaft Technik bei der WIRO.
Die Ergebnisse des Pilotprojekts werden derzeit ausgewertet. Dabei stehen insbesondere die Treffergenauigkeit, der Nutzen für die Instandhaltungsplanung sowie mögliche Kosteneinsparungen im Fokus. Die Erkenntnisse sollen in die geplante Fassadensanierung der Häuser in der Langen Straße 32 und 33 im kommenden Jahr einfließen.
Auch beim Einsatz der Drohnen stehen Sicherheits- und Datenschutzaspekte im Vordergrund. Die Flüge werden vorab angekündigt, von geschultem Fachpersonal durchgeführt und erfolgen unter Einhaltung aller geltenden Vorschriften. Öffentliche Bereiche werden während der Einsätze abgesichert.
„Sollte sich das Verfahren bewähren, können wir uns gut vorstellen, Drohnen künftig verstärkt bei der Gebäudeinspektion einzusetzen“, so Wigger.
PM · Foto: Mathias Rövensthal
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