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Keine Not bei der Notdurft
Mai 26
Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock verfügt über einen hohen Ausstattungsgrad an öffentlichen WC-Anlagen. Dies bestätigte auch ein vor zwei Jahren durch ein Kommunalberatungsunternehmen durchgeführter Städtevergleich. Insgesamt gibt es in Rostock derzeit mehr als 60 öffentlich zugängliche WC-Anlagen. Ein Großteil dieser Bedürfnisanstalten werden im Auftrag der Stadtverwaltung betrieben und von der Stadtentsorgung Rostock GmbH bewirtschaftet. Dank der gesamtstädtischen Kurabgabe können diese kommunalen WC-Anlagen in Rostock inzwischen kostenfrei genutzt werden. Darüber hinaus stehen zahlreiche privat betriebene zur öffentlichen Verfügung.
In den vergangenen Jahren wurden neue Anlagen auch an Standorten außerhalb der touristischen Hotspots errichtet. So entstanden Anlagen im Jahr 2025 im Bereich des Stadthafens (Am Kabutzenhof) und in Evershagen sowie Ersatzneubauten an der Warnemünder Seepromenade und am Dierkower Kreuz. In diesem Jahr werden zwei neue einfachere Toilettenanlagen in Hohe Düne und Markgrafenheide entstehen sowie bestehende Anlagen in Diedrichshagen (Parkplatz Wilhelmshöhe) und an der Warnemünder Parkstraße (Strandaufgang am Parkplatz West) ersetzt. Die Kosten dafür inklusive aller Planungs- und Bauleistungen liegen bei etwa 100.000 Euro pro Anlage. Über den Haushaltsplan bestimmt die Bürgerschaft über den Einsatz der vorhandenen Finanzmittel und damit die Realisierung weiterer Standorte.
Der weitere Ausbau des Netzes öffentlicher Toilettenanlagen durch die Stadt erfolgt nach klar definierten Kriterien. Grundlage dafür ist ein methodischer Leitfaden zur Standortfindung öffentlicher Toilettenanlagen, der vor zwei Jahren erarbeitet wurde. Er betrachtet das gesamte Stadtgebiet und ermöglicht eine systematische sowie transparente Bewertung anhand objektiver Kriterien. Zukünftig werden dabei neben touristischen Bereichen insbesondere Park- und Naherholungsanlagen sowie Spielplätze berücksichtigt.
Die fünf bislang über eine Werbekonzession betriebenen Alt-Einrichtungen werden teilweise durch moderne städtische Anlagen ersetzt. Der Citycube auf dem Neuen Markt wird bereits in diesem Jahr auch als zentraler WC-Standort genutzt werden können. Abhängig von der städtischen Haushaltslage sind weitere Anlagen Am Brink und im Warnemünder Kurpark in der Planung. Im kommenden Jahr bilden dann Neubauten am Universitätsplatz sowie im Bereich vor dem Kröpeliner Tor den Lückenschluss.
Öffentliche Sanitäranlagen sind ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge und tragen maßgeblich zur Aufenthaltsqualität für Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste der Stadt bei. Ziel bleibt eine leistungsfähige, moderne und bedarfsgerechte Infrastruktur öffentlich zugänglicher WC-Anlagen Rostock.
PM · Foto: Axel Pohl
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