Leitung: Marcus Bosch
Violoncello: Alban Gerhardt
Norddeutsche Philharmonie Rostock
Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 op. 126 / Symphonie Nr. 8 c-Moll op. 65
Zugabe: Preisträger:innen-Komposition des Wettbewerbs 3'33''
Alban
Gerhardt, einer der führenden Cellisten der Gegenwart, nahm die
Rostocker Einladung an und verspricht mit seiner technischen Perfektion
und tiefen Musikalität ein außergewöhnliches Konzertereignis. Der
vielseitige Künstler bringt das 2. Cellokonzert von Dmitri
Schostakowitsch mit, welches zwischen den Zeilen als ironische Antwort
auf die Doppelmoral der sowjetischen Funktionäre gedacht war, die ihn
zu Stalins Lebzeiten denunzierten und später hofierten. Für Mstislav
Rostropovich geschrieben, wurde das Konzert mit dem legendären Cellisten
zum 60. Geburtstag des Komponisten am 25. September 1966 in Moskau
uraufgeführt.
Mit Schostakowitschs Symphonie Nr. 8, entstanden 1943
nach der siegreichen Schlacht von Stalingrad, erwartete man eigentlich
ein Werk des großen Triumphes. Aber er komponierte eine Musik des
Schmerzes, der Trauer und Verzweiflung, die auch den Opfern des
totalitären Regimes Stalins galten. Zwar knüpft die Achte in ihrer
Dramatik an ihre symphonische Vorgängerin, die berühmte Leningrader an, endet aber ohne große Schlussapotheose morendo (erlöschend).
Zum
dritten Mal wird es die Uraufführung einer Zugabe für Orchester geben:
die Preisträger:innen-Komposition des Wettbewerbs Zugabe 3‘33‘‘, den
Chefdirigent Marcus Bosch gemeinsam mit der hmt Rostock initiiert hat.