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Kunsthalle - Veranstaltungen

insgesamt 5 Veranstaltungen
Di 14.07.2026
15.00 Uhr
Kinder + Eltern

Ferienworkshop
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Do 16.07.2026
16.00 Uhr
Diverses

durch die "Janosch-Ausstellung" Bei dieser Führung wird kindergerecht die Ausstellung näher gebracht, erklärt, gefragt und gemeinsam gestaunt.
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Fr 17.07.2026
14.00 Uhr
Kinder + Eltern

Abenteuer von Bär & Tiger!
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Fr 17.07.2026
19.00 Uhr
Musik

Revival der Band des DDR-Offgrounds

Seit 2019 gibt eine Band des DDR-Offgrounds wieder Konzerte, die als eine der bedeutungsschwereren Formationen des letzten Jahrzehnts der DDR galt: Der Expander des Fortschritts, 1986 in Ost-Berlin gegründet, in seiner Eigenbezeichnung eine Band „verwirrter Verwirrer“, in der Außenwahrnehmung der schwer verdauliche Ausleger des Pops der Subkultur Ost, deutlich anders als die „anderen Bands“ jener Jahre, wenn auch gelegentlich zusammen auf einer Bühne. Der Expander spielte keinen Gitarrenpop, keinen Wave oder Punk; er orientierte sich an Bands wie den westdeutschen Cassiber oder den nordamerikanischen Residents. Der Expander des Fortschritts loopte Anton Bruckner, plünderte Vogelstimmenplatten, collagierte Filmmusiken und Nachrichtensendungen. Er spielte Experimentalchansons für Bücherwürmer und hatte mit Mario Persch einen Lyriker an Bord, der die Ostberliner Endzeit in Texten festhielt, die so expressiv wie melancholisch geraten konnten. Den Expander vertonte Christoph Hein und Heinrich Heine, DDR-Gesundheitsdidaktik und Verse aus der Edda, Friedrich Nietzsche und Heiner Müller.
Im Ausreisesommer 1989 veröffentlichte der Expander des Fortschritts sein Debütalbum: Nicht auf dem Staatslabel Amiga, sondern in England bei Chris Cutlers Recommended Records, einer damals bereits legendären Heimstätte für experimentelle Musik. Kurz nach dem Mauerfall ging der Expander dann doch ins Amiga-Studio und produzierte sein zweites Album Ad Acta. Dann verabschiedete er sich mit einer Tape-EP, also mit dem Medium, auf dem er auch debütiert hatte, Kassettentäter, wie es in den Achtzigern üblich war.

Dreißig Jahre später haben zwei Gründungsmitglieder den Expander wiederbelebt. Das historische Material wurde aus den Plattenregalen und Archiven geholt und mit Gegenwärtigem überschrieben: Agieren, Verschwinden, Auftauchen. Zusammen mit der nachfolgenden Generation ging man in den Probenraum und seit 2019 wieder auf die Bühne: rhythmischer, klanglich intensiver, treibender – Expander Fortgesetzte Expedition.

Aktuell sind sechs Titel davon – veröffentlicht vom Berliner Musik und Filmlabel playloud! – zu hören auf den einschlägigen Streaming-Plattformen. Sie reihen sich ein in den LP-Release von „Urknall-Horde-Mensch“, erschienen 2023 in der Serie tapetopia, Undergroundtapes aus der DDR und in die Veröffentlichung einer Werkausgabe (eine Box mit zwei Vinyls und einem 60seitigen Katalog) mit Aufnahmen aus den Jahren 1988 bis 1990, die beim Leipziger Major Label im Frühjahr 2025 erschienen sind.

19 Uhr Gespräch „Klang zwischen Schmerz und Euphorie“ mit Annegret Körber, Dipl. Musiktherapeutin/Gruppenanalytikerin der Universitätsmedizin Rostock, Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer, Der Expander des Fortschritts, Universität Oldenburg, Dr. Jörg-Uwe Neumann, Leiter der Kunsthalle Rostock, sowie Wolfgang Schmiedt als Vertreter der Rostocker Kultur- und Musikszene. Moderiert wird das Gespräch von Harry Körber, LOHRO.

Laut kann nicht ohne Leise existieren und umgekehrt – dazwischen spielen die Dynamiken und die Vielfältigkeiten des Lebens: gefüllt von Klängen, Rhythmen und Melodien, sanften Übergängen, überraschenden Wendungen oder Brüchen. Musik ist wirkmächtig und – wie sonst kaum ein Medium – mit Idealen, Erwartungen, Spannungen und Sehnsüchten aller Art belegt. Mit lauten, hochfrequenten oder intensiven Klängen gehen Musiker*innen an die Schmerzgrenzen oder beanspruchen Jugendliche ihren Raum. Anders als Augen, kann man Ohren nicht schließen, sich höchstens bewusst abwenden und in die seltenen Momente von Stille zurückziehen. Doch auch das Leise kann verstörend, bedrohlich und damit machtvoll sein? Heute sind Klänge allgegenwärtig und werden oft dazu verwendet, sich in einen euphorisierenden Zustand zu versetzen. Bereits in den frühen Nullerjahren entstanden erste Studien zu nicht-substanzgebundenen Süchten, wie z.B. suchtartigen Musikhören.
In der Podiumsdiskussion und mit dem Publikum diskutieren wir die Grenzen von Musikgebrauch und -missbrauch, was die permanente Verfügbarkeit von Musik mit uns macht und welche Rolle KI-generierte Musik dabei spielen wird.

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Fr 17.07.2026
19.00 Uhr
Diverses

"Expander des Fortschritts: Fortgesetzte Expedition“
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