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Kunsthalle RostockADRESSEHamburger Straße 40 KONTAKT
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Kunsthalle - Veranstaltungen |
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Sa 23.05.2026 15.00 Uhr Kinder + Eltern |
Öffentlicher Rundgang für Kinder durch die Ausstellung Wolfgang Mattheuer auf Reisen
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Mi 27.05.2026 17.00 Uhr Musik |
Music, Drinks & Snacks im Gräsergarten
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Mi 27.05.2026 17.00 Uhr Diverses |
Künstlertalk zur Ausstellung „Human Conditions“ in der Kunsthalle Rostock
17 Uhr: Art-Lounge mit Music & Drinks auf der Terrasse am Gräsergarten | 17.30 Uhr Speedrundgang durch die Ausstellung
19 Uhr: Künstlertalk mit Olaf Heine und Andreas Mühe, moderiert von Dr. Kristina Schrei
Der Abend beginnt bereits um 17 Uhr mit der Art-Lounge auf der Terrasse am Gräsergarten. Bei Musik und Getränken können die Besucher*innen ins Gespräch kommen und bei einem Speedrundgang um 17.30 Uhr durch die Ausstellung Eindrücke der Ausstellung „Olaf Heine – Human Conditions“ gewinnen.
Um 19 Uhr folgt der Künstlertalk mit Olaf Heine und Andreas Mühe. Moderiert wird das Gespräch von der Kunsthistorikerin Dr. Kristina Schrei. Während der präzise Blick die Fotografen eint, nähern sie sich ihren Motiven auf unterschiedliche Weise. Heine zog aus und traf Pop und die Welt. In seinen Portraits erzeugt er unmittelbare Momente der Nähe und hinterfragt kreative Schaffensprozesse. Mühe richtet seinen Blick auf den Zeitstrahl der Geschichte als mehrdeutige Metapher und Reflexion auf die Gegenwart. Gemeinsam mit Kunsthistorikerin Dr. Kristina Schrei sprechen sie über Entstehungsprozesse, Fotografie zwischen Wahrheit und Wahrhaftigkeit, sowie ihre Sicht auf die „human conditions“ unserer Zeit.
Olaf Heine ist Fotograf und Regisseur. Er studierte am Berliner Lette-Verein Photographie und Gestaltung und ist vor allem für seine detailreichen und sorgsam inszenierten Porträts von Musikern, Schauspielern, Schriftstellern, bildenden Künstlern, Sportlern und Architektur- und Landschaftsfotografie in der Fotokunst bekannt. Seine Werke wurden auf zahlreichen Albumcovern, in internationalen Editorials und in Fotobänden veröffentlicht. In der Kunsthalle Rostock war Heine bereits 2024 mit „Rwandan Daughters“ zu sehen; aktuell zeigt das Haus seine Ausstellung „Human Conditions“.
Andreas Mühe wurde im damaligen Karl-Marx-Stadt geboren. Er fotografierte für renommierte Magazine, Agenturen und Unternehmen. Seine Serien wurden regelmäßig in Zeitschriften wie Die Zeit, Kulturspiegel, Monopol, Spiegel, Stern, SZ-Magazin, Park Avenue oder Vanity Fair veröffentlicht. Die Bilder von Andreas Mühe dehnen den Augenblick, werden zeitlos durch eine entschlossene Choreografie der Umgebung und der Protagonisten, werden also zu einer autonomen ästhetischen Erfahrung. In der Kunsthalle Rostock wurden seine Werke bereits mehrfach präsentiert, unter anderem in den Ausstellungen „Andreas Mühe – Fotografie“ 2011, „Eine Deutschlandreise…“ 2013 und „Ancien Régime – Markus Lüpertz & Andreas Mühe“ 2016.
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Mi 27.05.2026 19.00 Uhr Diverses |
mit Olaf Heine & Andreas Mühe
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Do 28.05.2026 18.00 Uhr Diverses |
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Sa 30.05.2026 11.00 Uhr Diverses |
mit Olaf Heine – Human Conditions", mit Dr. Jörg-Uwe Neumann
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So 14.06.2026 11.00 Uhr Gastro |
Rostocks Chefdirigent Marcus Bosch legt an diesem Sonntagvormittag den
Dirigentenstab beiseite und schwingt gemeinsam mit Gästen im Schaudepot
der Kunsthalle den Kochlöffel. Zwei kulinarische Gänge werden kreiert
und dem Publikum serviert. Aber auch musikalische Genüsse sind zu
erleben, während das Menü in Topf und Pfanne schmort.
Für diesen einzigartigen musikalischen und kulinarischen Vormittag können die Tickets an der Museumskasse oder online bei MV-Ticket gekauft werden. Kommentieren...
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Fr 17.07.2026 19.00 Uhr Musik |
Revival der Band des DDR-Offgrounds
Seit 2019 gibt eine Band des DDR-Offgrounds wieder Konzerte, die als eine der bedeutungsschwereren Formationen des letzten Jahrzehnts der DDR galt: Der Expander des Fortschritts, 1986 in Ost-Berlin gegründet, in seiner Eigenbezeichnung eine Band „verwirrter Verwirrer“, in der Außenwahrnehmung der schwer verdauliche Ausleger des Pops der Subkultur Ost, deutlich anders als die „anderen Bands“ jener Jahre, wenn auch gelegentlich zusammen auf einer Bühne. Der Expander spielte keinen Gitarrenpop, keinen Wave oder Punk; er orientierte sich an Bands wie den westdeutschen Cassiber oder den nordamerikanischen Residents. Der Expander des Fortschritts loopte Anton Bruckner, plünderte Vogelstimmenplatten, collagierte Filmmusiken und Nachrichtensendungen. Er spielte Experimentalchansons für Bücherwürmer und hatte mit Mario Persch einen Lyriker an Bord, der die Ostberliner Endzeit in Texten festhielt, die so expressiv wie melancholisch geraten konnten. Den Expander vertonte Christoph Hein und Heinrich Heine, DDR-Gesundheitsdidaktik und Verse aus der Edda, Friedrich Nietzsche und Heiner Müller.
Im Ausreisesommer 1989 veröffentlichte der Expander des Fortschritts sein Debütalbum: Nicht auf dem Staatslabel Amiga, sondern in England bei Chris Cutlers Recommended Records, einer damals bereits legendären Heimstätte für experimentelle Musik. Kurz nach dem Mauerfall ging der Expander dann doch ins Amiga-Studio und produzierte sein zweites Album Ad Acta. Dann verabschiedete er sich mit einer Tape-EP, also mit dem Medium, auf dem er auch debütiert hatte, Kassettentäter, wie es in den Achtzigern üblich war.
Dreißig Jahre später haben zwei Gründungsmitglieder den Expander wiederbelebt. Das historische Material wurde aus den Plattenregalen und Archiven geholt und mit Gegenwärtigem überschrieben: Agieren, Verschwinden, Auftauchen. Zusammen mit der nachfolgenden Generation ging man in den Probenraum und seit 2019 wieder auf die Bühne: rhythmischer, klanglich intensiver, treibender – Expander Fortgesetzte Expedition.
Aktuell sind sechs Titel davon – veröffentlicht vom Berliner Musik und Filmlabel playloud! – zu hören auf den einschlägigen Streaming-Plattformen. Sie reihen sich ein in den LP-Release von „Urknall-Horde-Mensch“, erschienen 2023 in der Serie tapetopia, Undergroundtapes aus der DDR und in die Veröffentlichung einer Werkausgabe (eine Box mit zwei Vinyls und einem 60seitigen Katalog) mit Aufnahmen aus den Jahren 1988 bis 1990, die beim Leipziger Major Label im Frühjahr 2025 erschienen sind.
19 Uhr Gespräch „Klang zwischen Schmerz und Euphorie“ mit Annegret Körber, Dipl. Musiktherapeutin/Gruppenanalytikerin der Universitätsmedizin Rostock, Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer, Der Expander des Fortschritts, Universität Oldenburg, Dr. Jörg-Uwe Neumann, Leiter der Kunsthalle Rostock, sowie Wolfgang Schmiedt als Vertreter der Rostocker Kultur- und Musikszene. Moderiert wird das Gespräch von Harry Körber, LOHRO.
Laut kann nicht ohne Leise existieren und umgekehrt – dazwischen spielen die Dynamiken und die Vielfältigkeiten des Lebens: gefüllt von Klängen, Rhythmen und Melodien, sanften Übergängen, überraschenden Wendungen oder Brüchen. Musik ist wirkmächtig und – wie sonst kaum ein Medium – mit Idealen, Erwartungen, Spannungen und Sehnsüchten aller Art belegt. Mit lauten, hochfrequenten oder intensiven Klängen gehen Musiker*innen an die Schmerzgrenzen oder beanspruchen Jugendliche ihren Raum. Anders als Augen, kann man Ohren nicht schließen, sich höchstens bewusst abwenden und in die seltenen Momente von Stille zurückziehen. Doch auch das Leise kann verstörend, bedrohlich und damit machtvoll sein? Heute sind Klänge allgegenwärtig und werden oft dazu verwendet, sich in einen euphorisierenden Zustand zu versetzen. Bereits in den frühen Nullerjahren entstanden erste Studien zu nicht-substanzgebundenen Süchten, wie z.B. suchtartigen Musikhören.
In der Podiumsdiskussion und mit dem Publikum diskutieren wir die Grenzen von Musikgebrauch und -missbrauch, was die permanente Verfügbarkeit von Musik mit uns macht und welche Rolle KI-generierte Musik dabei spielen wird.
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