News
Teddybärkrankenhaus in der Universitätsmedizin Rostock heute mit technischen Neuerungen zum Thema Mentale Gesundheit eröffnet
Mai 26
Medizinstudentinnen und -studenten vermitteln noch bis Samstag medizinisches Wissen und bauen Ängste vor Arztbesuchen spielerisch ab
Rostock – Das Teddybärkrankenhaus in der Universitätsmedizin Rostock ist mit der heutigen Eröffnung erfolgreich in die diesjährige Aktionswoche zum Thema Mentale Gesundheit gestartet. Noch bis Samstag, 9. Mai 2026, verwandeln Studentinnen und Studenten die Räume der Rostocker Simulationsanlage und Notfallausbildungszentrum (RoSaNa) in ein außergewöhnliches Krankenhaus. Ziel der Initiative ist es, Kindern frühzeitig und altersgerecht die Angst vor Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten zu nehmen und ihnen zugleich medizinische Abläufe verständlich zu machen. Dabei spielen in den nächsten fünf Tagen auch Emotionen wie Trauer, Ekel oder Freude eine besondere Rolle.
Zudem können sich die Kinder auf zwei technische Neuerungen freuen, die den Besuch im Teddybärkrankenhaus noch realistischer werden lassen: Ab diesem Jahr steht auch ein Stofftier-Ultraschallgerät und ein mit einem 3D-Drucker hergestelltes Mikroskop für Blutanalysen zur Verfügung. Hauptsponsor des Teddybärkrankenhauses 2026 ist die Ostseesparkasse Rostock.
Während der Aktionswoche besuchen angemeldete Kitagruppen gemeinsam mit ihren Kuscheltieren das Teddybärkrankenhaus. Die Kinder übernehmen dabei die Rolle von Teddy-Eltern und begleiten ihre plüschigen Patientinnen und Patienten durch alle Stationen eines Krankenhausaufenthalts – von der Anmeldung über die Untersuchung bis zur Behandlung. Studentinnen und Studenten agieren als sogenannte Teddy-Docs und erklären anschaulich die einzelnen Schritte.
Auch die Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Eva-Maria Kröger, nahm an der heutigen Eröffnung teil und würdigte das Engagement der Beteiligten: „Das Teddybärkrankenhaus zeigt auf beeindruckende Weise, wie frühkindliche Bildung und Gesundheitskompetenz zusammenwirken können. Die Studentinnen und Studenten leisten hier einen wertvollen Beitrag für unsere Stadt, indem sie Kindern Ängste nehmen und Vertrauen schaffen.“
Für Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin der Universitätsmedizin Rostock, ist der pädagogische Ansatz besonders hervorhebenswert: „Das Konzept setzt bewusst auf spielerisches Lernen und Interaktion. Kinder lernen durch aktives Mitwirken besonders nachhaltig. Die Kombination aus Rollenspiel und persönlicher Ansprache hilft dabei, Unsicherheiten abzubauen und ein positives Bild von medizinischen Behandlungen zu verankern. Mein besonderer Dank gilt den Studentinnen und Studenten, die dieses Projekt mit großem Engagement ermöglichen.“
Anna-Maria Scherlach, Medizinstudentin im 10. Semester, beschreibt den Ansatz des Projekts so: „Wir schaffen eine Umgebung, in der Kinder ohne Druck erleben können, was im Krankenhaus passiert. Indem sie Verantwortung für ihr Kuscheltier übernehmen, verlieren viele die Angst und entwickeln Vertrauen in medizinisches Personal.“ Gleichzeitig betont Scherlach, dass auch die Studentinnen und Studenten profitieren, da sie frühzeitig lernen, komplexe Inhalte kindgerecht zu vermitteln.
Ein besonderer Höhepunkt ist der Familientag am Samstag von 9 bis 12 Uhr. An diesem Tag sind alle Kinder aus Rostock und Umgebung eingeladen, ohne vorherige Anmeldung mit ihrem kranken oder verletzten Kuscheltier vorbeizukommen. Der Annahmeschluss für neue Patientinnen und Patienten ist um 12 Uhr.
Das Teddybärkrankenhaus ist ein ehrenamtliches Projekt von Studentinnen und Studenten der Universitätsmedizin Rostock. Mit großem Engagement verfolgen sie das Ziel, kindgerecht medizinisches Wissen zu vermitteln und gleichzeitig eine vertrauensvolle Basis für zukünftige Arztbesuche zu schaffen.
Bildunterschrift Eröffnung: Das diesjährige Teddybärkrankenhaus eröffneten: Prof. Dr. Elizabeth Prommer (v.l.), Rektorin der Universität Rostock, Annett Laban, Pflegevorstand, Prof. Dr. Angelika Borkowetz, Studiendekanin, Prof. Dr. Daniel Reuter, stellvertretender Ärztlicher Vorstand, Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin, Dr. Gernot Rücker, Ärztlicher Leiter des Teddybärkrankenhauses, und Eva-Maria Kröger, Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.
Bildunterschrift Plüschtierultraschallgerät: Dr. Gernot Rücker (v.l.), Ärztlicher Leiter des Teddybärkrankenhauses, erläutert Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger und Dr. Christiane Stehle, Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorständin, die Funktionsweise des neuen Plüschtierultraschallgeräts.
Bild: Große Augen und Vorfreude: Traditionell eröffnen die Kinder der Kita Gewächshaus das Teddybärkrankenhaus an der Universitätsmedizin Rostock.
PM · Foto: Unimedizin Rostock
/*