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Rostocker Südstadt kann mehr Nachbarschaft und Gemeinschaft entwickeln
Apr 26
86.500 Euro Förderung stärkt Hausgemeinschaften und wirkt Einsamkeit entgegen
Der gemeinnützige Förderverein Gemeindepsychiatrie Rostock e.V. in Kooperation mit dem Deutsche Alzheimer Gesellschaft - Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. können sich über eine zweckgebundene Förderung der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE in Höhe von 86.500 Euro freuen. Die Zuwendung von Deutschlands traditionsreichster Soziallotterie deckt anteilig anfallende Personalkosten für eine Projektmitarbeiterin sowie projektbezogene Sachkosten für das Projekt „Hausgemeinschaften entwickeln und nachhaltig aufstellen in der Rostocker Südstadt“ ab. Damit ist die Umsetzung des sozialen Vorhabens bis Ende des Jahres 2028 sichergestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf über 109.000 Euro.
„Wir bedanken uns herzlich bei den Mitspielerinnen und Mitspielern der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE. Nur durch diese elementare Förderung, resultierend aus ihren Losverkäufen, können wir nachbarschaftliche Hilfestrukturen stärken und die Bewohner in der Rostocker Südstadt wieder stärker miteinander verbinden. Wir schaffen dort Gemeinschaft, wo zunehmend Anonymität und Isolation entstehen“, erklärt Robert Sonnevend Quartiersmanager beim Förderverein Gemeindepsychiatrie Rostock e.V.
Ausgehend von gesellschaftlichen Entwicklungen wie zunehmender Anonymisierung und Vereinsamung richtet sich das Projekt gezielt an Bewohnerinnen und Bewohner der Rostocker Südstadt. In der Plattenbausiedlung sollen neue Hausgemeinschaften aufgebaut und nachhaltig begleitet werden. Ziel ist es dabei, nachbarschaftliche Hilfestrukturen zu entwickeln, soziale Netzwerke zu stärken und gemeinschaftliches Handeln langfristig zu fördern. Besonders benachteiligte, von Einsamkeit bedrohte oder hilfsbedürftige Menschen sollen so wieder stärker in das soziale Leben eingebunden werden. Viele ältere Menschen wünschen sich ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung. Dies auch bei zunehmendem Unterstützungsbedarf. Gleichzeitig nehmen familiäre Unterstützungsmöglichkeiten ab und nachbarschaftliche Beziehungen verändern sich. Die Folge sind oftmals Isolation, fehlende Unterstützung im Alltag und steigende Belastungen für Betroffenen.
Hier setzt das Projekt an.
Im Rahmen des Projekts werden moderierte Prozesse zur Entwicklung von Hausgemeinschaften initiiert. In Kooperation mit Wohnungsgenossenschaften – darunter die Genossenschaften Marienehe und Schifffahrt-Hafen – werden Bewohnerinnen und Bewohner aktiv eingebunden. Geplant sind unter anderem Bewohnerbefragungen, Gründungsveranstaltungen von Hausgemeinschaften, Nachbarschaftsfeste, Workshops und Beteiligungsformate sowie der Aufbau nachhaltiger Selbsthilfe-Strukturen. Die jeweiligen Wohnungsgenossenschaften unterstützen das Projekt ideell, organisatorisch und finanziell. Sie stellen Räumlichkeiten zur Verfügung und bringen ihre Netzwerke mit ein.
„Viele Bewohner des Stadtteils wünschen sich mehr soziale Kontakte, gegenseitige Unterstützung und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl. Das Projekt stärkt all dies im Quartier und möchte nachbarschaftliches Engagement fördern. Dies verbessert die regionale Lebensqualität und Teilhabe. Dabei helfen wir gerne“, so Stephan Masch, Repräsentant der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE.
Im Jubiläumsjahr 2026 feiert Deutschlands traditionsreichste Soziallotterie ihr 70-jähriges Bestehen und steht somit seit 1956 für das Motto „Gewinnen & Helfen“. 755.000 Personen konnten sich im Jahr 2025 über einen Gesamtgewinn von mehr als 45 Millionen Euro freuen, 90 von ihnen gewannen mehr als 100.000 Euro, 11-mal wurde ein Millionengewinner glücklich. Mit jedem Spieleinsatz fördern die Mitspielerinnen und Mitspieler gleichzeitig soziale Projekte für Kinder, Jugendliche und Familien, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung, wohnungslose Menschen, Geflüchtete sowie Initiativen im Quartier. Allein im Jahr 2025 wurden über 70 Millionen Euro an mehr als 400 karitative Projekte in Deutschland ausgeschüttet. Auf das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern entfielen dabei 16 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 2,5 Millionen Euro. In den vergangenen zehn Jahren konnten so insgesamt 143 soziale Vorhaben mit 19,9 Millionen Euro in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt werden. Ein Los der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE hilft und macht glücklich. Jetzt Los kaufen und mitspielen unter fernsehlotterie.de
Bild: (v.l.n.r.:) Kathleen Schluricke, Koordinatorin des Deutsche Alzheimer Gesellschaft - Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.; Jacqueline Heider, Projektleiterin des Förderverein Gemeindepsychiatrie Rostock e.V.; Stefan Paulack, Vorsitzender des Förderverein Gemeindepsychiatrie Rostock e.V. (2. Reihe); Stephan Masch, Repräsentant der DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE gGmbH; Robert Sonnevend Quartiersmanager beim Förderverein Gemeindepsychiatrie Rostock e.V.(2. Reihe); Petra Kirsten, Koordinatorin der Nachbarschaftshilfe; Claudia Kinzel, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik mbH (2. Reihe) & Rainer Tredup, 1. Sprecher des Seniorenbeirates Südstadt/Biestow bei der symbolischen Übergabe der Fördersumme in der Hansestadt Rostock
PM · Foto: Max Thümmel
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