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Sport

Rostocker Ruderer Hannes Ocik goes Olympia

Rostocker Ruderer Hannes Ocik goes Olympia

Jul 21
Die Olympischen Spiele in Tokio stehen in den Startlöchern, am 23. Juli 2021 werden sie feierlich eröffnet. Auf diesen Termin haben viele Sportler*innen lange gewartet, immerhin sollten die Spiele ursprünglich bereits im vergangenen Jahr stattfinden und wurden aufgrund der Pandemie um ein Jahr verschoben. Auch Hannes Ocik wartet auf den Startschuss. Der 30-jährige Ruderer aus Rostock, gesponsert von der Ostseesparkasse Rostock, war bereits 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mit dabei und gewann als Schlagmann im Deutschland-Achter die Silbermedaille. Die Vorläufe finden am 25. Juli statt, das Finale am 30. Juli um 3:30 Uhr nach deutscher Zeit. Wir haben eine kurze Pause zwischen den Trainingseinheiten im österreichischen Trainingscamp genutzt, um mit Hannes zu sprechen.

0381-Magazin: Wie geht es dir körperlich und mental? Fühlst du dich fit? Wie ist die Stimmung?
Hannes: Fit auf jeden Fall. Wir haben gerade das letzte Trainingslager erfolgreich absolviert. Die Trainingsergebnisse sprechen schon für sich, dass wir alle gut drauf sind und nahezu am Optimum sind. Mental ist es aber schon irgendwie ein Spagat zwischen Erschöpfung, die jetzt langsam einsetzt, weil wir schon seit gefühlt 1,5 Jahren in einer Warteschleife hängen durch die Verschiebung der Olympischen Spiele. Wir sind aber auch voller Vorfreude und Dankbarkeit, dass sie nun endlich stattfinden.

0381-Magazin: Corona hat ja auch im Sport vielen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Konntet ihr euch trotzdem regulär vorbereiten und trainieren?
Hannes: Natürlich war es schon so, dass wir in dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr auch nicht trainieren konnten gemeinsam. Ich habe auch fast vier Wochen keinen organisierten Sport am Trainingsstützpunkt machen können. Die ganzen Pandemieauflagen haben dafür gesorgt, dass wir im April 2020 auch keinen Achter fahren konnten, erst nach 10 Wochen Auszeit saßen wir wieder zusammen im Boot. Im letzten Jahr hatten wir noch dazu keine richtige Wettkampf-Saison, fast alle Wettkämpfe sind ausgefallen. Das hat uns schon sehr beeinflusst. Und die Olympia- Vorbereitung war auch immer wieder geprägt von kurzfristigen Veränderungen und Kompromissen, um überhaupt eine Vorbereitung zu machen.

0381-Magazin: Wie genau sahen eure Vorbereitungen aus?
Hannes: Wir haben in der Olympia-Vorbereitung zwei bis dreimal am Tag trainiert. Es waren im letzten halben Jahr fünf Trainingslager geplant, davon sind zwei ausgefallen und die mussten wir jetzt am Bundesstützpunkt in Dortmund in angepasster Form absolvieren. Das waren dann montags bis sonntags zwischen 20 und 25 Stunden Training, die wir gemacht haben.

0381-Magazin: Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro habt ihr euch eine Silbermedaille erkämpft. Seht ihr euch jetzt auf Kurs Gold?
Hannes: Die letzten Jahre seit Rio sind ja eigentlich gut gelaufen für mich und den Achter. Wir haben drei Weltmeistertitel in Folge gewonnen, vier Europameisterschaften Gold geholt, dementsprechend waren wir die Jahre schon auf Kurs. Jetzt durch die Pandemie sind wir natürlich auch etwas aus unserem Rhythmus geraten. Wir haben aber in den letzten sechs Wochen im Training echt gute Fortschritte gemacht, die wirklich vielversprechend sind und uns hoffen lassen für die alles entscheidende Medaille in Tokio.

0381-Magazin: Wie ist das derzeitige Teamgefühl?
Hannes: Was sich in der letzten Zeit noch mal deutlich herauskristallisiert hat, ist, dass wir als Mannschaft noch ein Stück weit mehr zusammengewachsen sind. Wir haben uns als Mannschaft noch besser kennengelernt und konnten so die Herausforderungen der aktuellen Zeit noch besser meistern. Dementsprechend sind wir auch moralisch ganz gut drauf.

0381-Magazin: Du bist einer der wenigen Sportler*innen aus Mecklenburg-Vorpommern, die sich für Olympia qualifiziert haben. Wie fühlt sich das an?
Hannes: Es macht mich stolz auf der einen Seite. Dass ich das geschafft habe erstmal als Individuum und dann auch als Mannschaft mit dem Deutschland-Achter, mich für die olympischen Spiele zu qualifizieren. Es lässt mich aber auch ein bisschen aufhorchen und sorgt für ein klein wenig Verwunderung, warum ich nur einer von ganz wenigen aus Mecklenburg-Vorpommern bin, die es geschafft haben.

0381-Magazin: Du bist ja hauptberuflich bei der Landespolizei. Wie vereinbarst du Sport und Arbeit?
Hannes: Das Gute ist, dass ich die Olympischen Spiele über für alle Trainings- und Wettkampfmaßnahmen vom Dienst freigestellt war. Ich bin bei der Sportfördergruppe der Landespolizei und kann mich dann, wenn es auf die Saisonhöhepunkte zugeht, immer voll und ganz auf die sportlichen Ziele fokussieren. Der Dienst ist dann für mich immer so gelegt und angepasst. Das passiert in einem sehr guten Einklang. Und ehrlicherweise funktioniert das auch nur so im internationalen Spitzensport. Da bin ich schon sehr dankbar für.

0381-Magazin: Es stand mal ein Karriere-Ende im Raum. Ist das noch aktuell?
Hannes: Zum jetzigen Zeitpunkt steht ein Karriere-Ende nicht mehr im Raum, nein. Das ist ein Gedanke, mit dem ich spiele, mit dem ich mich auch auseinandersetzen muss. Ich bin vor kurzem ja auch 30 geworden. Im Herbst muss ich einfach mal schauen, wie die Gesamtsituation ist, wie es mir körperlich geht und wie das noch mit meinem Alltag vereinbar ist. Aber zum jetzigen Zeitpunkt widme ich mich noch zu 100% dem Leistungssport und dem ganz ganz großen Ziel. Und dann muss man das im Herbst noch mal analysieren, wenn ich wieder einen kühleren Kopf habe. Ich möchte dann auch wieder mehr Zeit in meiner Heimatstadt Rostock verbringen, natürlich arbeiten und auch die letzten 1,5 Jahre verarbeiten. Das war wie so ein Rausch, in dem man sich bewegt hat. Von Training zu Training, das muss man alles erstmal sacken lassen.

0381-Magazin: Kann man dich virtuell bei Olympia begleiten?
Hannes: Ich hab vor 14 Wochen eine sogenannte #roadtotokyo auf meinem Instagram- und Facebookprofil gestartet, wo ich dann wöchentlich Updates gebe, was gerade so ansteht und einen Wochenvorausblick geben werde.

0381-Magazin: Danke dir Hannes für das Interview. Wir wünschen dir und deinem Team alles Gute und ganz viel Erfolg in Tokio und drücken die Daumen für Gold!

Anmerkung: Ein Großteil der Olympischen Spiele wird im ARD und ZDF übertragen.

Luise Johanna Acker

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