Sport, Vielfalt und Begegnung: Rostock lädt zum inklusiven Sportfest ein. Am 12. September wird die HanseMesse zum Treffpunkt für Sport und gelebte Inklusion: Beim Rostocker Sportfest der Vielfalt können Besucherinnen und Besucher von 11 bis 16 Uhr mehr als elf Sportarten kostenlos ausprobieren. Erstmals findet das Sportfest gemeinsam mit dem Einwohnerfest „Rostock ist Bunt“ statt. Rund elf Vereine und Verbände zeigen, wie vielfältig Sport für Menschen mit und ohne Behinderung sein kann.
Vom Cheerdance über Rollstuhlbasketball bis zum Unified Basketball, von etablierten Rostocker Sportvereinen bis zu speziellen Angeboten für Menschen mit Behinderung: Beim Sportfest geht es bewusst ums Mitmachen statt ums Zuschauen. Mit dabei sind unter anderem der FC Hansa Rostock, die Rostock Seawolves und der PSV Rostock.
Nicht nur zuschauen – selbst ausprobieren
„Im vergangenen Jahr hatten wir rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 20 davon konnten wir anschließend für den Vereinssport gewinnen. In diesem Jahr wollen wir mit der Verbindung zu ‚Rostock ist Bunt‘ noch mehr Menschen erreichen und für den inklusiven Sport begeistern“, sagt Luisa Ruthenberg, Referentin für Sportentwicklung beim Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport Mecklenburg-Vorpommern (VBRS).
Auch für Reno Tiede, Geschäftsführer des VBRS, steht der niedrigschwellige Zugang im Mittelpunkt: „Wir wollen zeigen, dass Sport keine Grenzen kennen muss. Jeder soll ausprobieren können, was ihm Spaß macht – unabhängig davon, ob eine Behinderung vorliegt oder nicht.“
Erik Ortlieb und sein Team haben die Vorbereitungen für das Sportfest unterstützt. Auch am Veranstaltungstag wird Ortlieb als Moderator durch das Programm führen. Damit steht nicht nur der Sport im Mittelpunkt. Die Veranstaltung soll zugleich zeigen, wie Inklusion vor Ort gelingen kann – wenn Vereine, Verbände, Kommune und Zivilgesellschaft gemeinsam Angebote schaffen. „Inklusion funktioniert dort, wo Menschen zusammenkommen und gemeinsam etwas erleben. Genau dafür bietet das Sportfest einen unkomplizierten Zugang“, sagt Erik Ortlieb von Kommune Inklusiv.
Für die Veranstalter endet die Idee nicht mit dem Veranstaltungstag. Das Sportfest bildet gleichzeitig den Auftakt zur 4. „SportWoche für Alle“ des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), die vom 19. bis 28. September stattfindet. Interessierte können in dieser Woche kostenlos verschiedene inklusive Sportangebote in Rostocker Vereinen kennenlernen.
„Unser Ziel ist, dass aus dem ersten Ausprobieren eine dauerhafte Verbindung zum Verein entsteht“, erklärt Reno Tiede. „Deshalb lädt jeder beteiligte Verein im Anschluss an das Sportfest zu offenen Trainings ein. Der Weg in den regulären Vereinssport soll so einfach wie möglich sein.“