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Offene internationale Deutsche Meisterschaften: Rostocker mischen ganz vorne mit
Feb 26
Unsere erfolgshungrigen Sportlerinnen und Sportler sowie das Trainerteam können mit Stolz auf ein äußerst erfolgreiches Wettkampfwochenende bei den Offenen Internationalen Deutschen Wintermeisterschaften im Wasserspringen in Berlin zurückblicken. Jella Kiphut, Aliana, Zoé, Finn Awe, Emily Steinhagen, Mahi Gruchow, Espen Prenzyna und Ole Rösler sicherten sich gemeinsam mit den Coaches Lukas Orlowski und Michail Sachiasvili, sowie Slava Khamulkin insgesamt acht Medaillen, zahlreiche Normerfüllungen sowie Empfehlungen für internationale Wettbewerbe. Darüber hinaus beeindruckte das Team mit mehreren Weltklasse-Sprüngen – ein weiteres starkes Zeichen für die hervorragende Teamarbeit.
Diese Ergebnisse sind besonders hoch zu bewerten, da die Trainingsbedingungen für die Rostocker Wasserspringer seit Sommer 2025 erheblich eingeschränkt sind. Aufgrund von Baumaßnahmen ist die Trainingshalle in Rostock geschlossen. Seither können die Athletinnen und Athleten nur noch an anderen Bundesstützpunkten trainieren und müssen dafür regelmäßig weite Reisen auf sich nehmen. Im Vergleich zu anderen Stützpunkten in Deutschland stehen dem Team dadurch deutlich weniger Wassertrainingseinheiten zur Verfügung.
Vom 1-Meter-Brett überzeugte insbesondere Mahi, der im Finale mit 328,90 Punkten einen hervorragenden 3. Platz belegte. Bereits im Vorkampf hatte er sich ebenfalls Rang drei in der Juniorenwertung gesichert. Emily erreichte sowohl im Vorkampf als auch im Finale jeweils den 8. Platz. Auch Zoé zeigte solide Leistungen und platzierte sich im Vorkampf im Mittelfeld.
Vom 3-Meter-Brett zeigte sich das Rostocker Team besonders stark. Emily steigerte sich von Runde zu Runde und belegte im Finale hinter den Olympionikinnen Jette Müller (Dresden) und Lena Hentschel (Berlin) mit 274,65 Punkten den 3. Platz. Bereits im Vorkampf sicherte sie sich zudem die Goldmedaille in der Juniorenwertung.
Auch Mahi glänzte im Finale mit 396,20 Punkten und erreichte den 3. Platz in der offenen Klasse hinter Lou Massenberg (Halle) und Moritz Wesemann (Dresden). Auch er gewann zuvor Gold in der Juniorenwertung.
Finn zeigte konstante und stabile Leistungen mit Platzierungen unter den besten Fünf im Vorkampf und Halbfinale. Aufgrund einer leichten Verletzung verzichtete er jedoch vorsorglich auf weitere Starts, um kein zusätzliches Risiko einzugehen.
Jella kehrte nach längerer Wettkampfpause seit November zurück und befindet sich noch nicht auf ihrem optimalen Leistungsstand. Dennoch sammelte sie wertvolle Wettkampferfahrung. Nach einer nun anstehenden, wohlverdienten Urlaubswoche wird sie gestärkt in die Vorbereitung auf die Qualifikation zur Jugend-Europameisterschaft (JEM) starten.
Aliana präsentierte sich mit durchweg stabilen und guten Leistungen. Im Einzel-Finale verhinderte lediglich ein ärgerlicher Fehlanlauf beim zweieinhalbfachen Auerbach in gehockter Ausführung eine noch bessere Platzierung. Abgesehen davon bestätigte sie ihre sehr positive sportliche Entwicklung und überzeugte mit einer starken Gesamtleistung. Beide Athletinnen erreichten die Finalrunde.
Auch in den Synchronwettbewerben vom 3-Meter-Brett war das Team erfolgreich vertreten. Aliana und Jella belegten im Finale mit 231,42 Punkten einen starken 2. Platz. Das geplante Synchronpaar Tim Axer/Finn konnte verletzungsbedingt leider nicht an den Start gehen.
Vom Turm ragte Ole besonders heraus: Mit 505,45 Punkten gewann er souverän das Finale vor Jaden Eikermann (Aachen) und Louis Sánchez (Berlin). Bereits im Vorkampf hatte er sich zudem die Goldmedaille in der Juniorenwertung gesichert.
Espen erreichte im Turmfinale mit 416,75 Punkten einen starken 4. Platz. Zoé zeigte vom Turm konstante Leistungen und platzierte sich in allen Runden mehrfach unter den besten Zehn. Insgesamt präsentierte sie sich stabil, wobei in den kommenden Wochen der Fokus auf weiteren Sprüngen vom 10-Meter-Turm liegen wird.
Ein besonderes Highlight bildeten die Synchronwettbewerbe vom Turm: Ole und Espen belegten bereits im Vorkampf mit 378,63 Punkten den 2. Platz und steigerten sich im Finale auf 415,08 Punkte, was ihnen schließlich den verdienten 1. Platz einbrachte.
Stimmen zum Wettkampf
Der hauptverantwortliche Bundesstützpunkttrainer in Rostock zog ein durchweg positives Fazit:
„Nach diesen Meisterschaften bleiben mir eigentlich nur gute Worte. Die Sportlerinnen und Sportler haben großartige Leistungen gezeigt – sie waren wirklich stark. Unter diesen Bedingungen ist das alles nicht selbstverständlich. Und mit Bedingungen meine ich nicht nur, dass wir in Rostock aktuell kein Wasser haben und dort nicht im Wasser trainieren können. Wir verfügen insgesamt über eine sehr begrenzte Anzahl an Wassertrainingseinheiten.“
Weiter betonte er die zusätzliche Belastung durch die aktuellen Umstände:
„Hinzu kommen die vielen Reisen, die Unruhe, die Nervosität und die lange Abwesenheit von zu Hause – von der Schule für die Jüngeren und auch von der Familie. Diese psychische Belastung wiegt oft schwerer als die geringe Anzahl an Wassertrainingseinheiten.“
Abschließend sprach der Trainer seinem Team ein großes Lob aus:
„Deshalb kann ich jedem einzelnen Athleten nur ein großes Lob aussprechen. Ich sehe bei allen eine große Perspektive für die Zukunft und bin überzeugt, dass Rostock auch weiterhin gute, noch bessere und vor allem stabile Ergebnisse erzielen wird. Das beweisen wir seit vielen Jahren. Vielen Dank an alle, die mit Arbeit, Zeit und Herzblut Teil dieses Weges sind.“
PM · Foto: WSC Rostock
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