Heimathafen
Rostock im Minus
Feb 26
Die Rostocker Stadtverwaltung hat die ersten vorläufigen Zahlen zur Finanzrechnung 2025 ermittelt. Für das abgelaufene Jahr weist das Ergebnis im Finanzhaushalt der Stadt – nach Tilgung von Krediten in Höhe von 13,8 Mio. Euro – ein Defizit von 37,8 Mio. Euro aus. Im Vorjahr waren es -40,9 Mio. Euro. Noch zur Jahresmitte war ein Minus von 63 Mio. Euro befürchtet worden. Dies hatte den Erlass einer Haushaltssperre durch die Oberbürgermeisterin erforderlich gemacht, um die Ausgabenentwicklung einzudämmen.
„Das vorläufige Jahresdefizit ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Ausgaben für vom Bund oder Land übertragene Aufgaben deutlich gestiegen sind“, unterstreicht Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. „Unsere Einnahmen können nicht Schritt halten. Diese strukturelle Schieflage belastet den Haushalt erheblich und liegt kaum in unserem eigenen Gestaltungsspielraum. Dennoch müssen wir sparen und unsere Ausgaben kritisch überprüfen. Dabei dürfen wir den geringen Anteil freiwilliger Sport- oder Kulturausgaben nicht kopflos kürzen, denn gerade sie sind enorm wichtig für den sozialen Zusammenhalt und die Lebensqualität in unserer Stadt.“
Im Gegensatz zum negativen Ergebnis bei den laufenden Ein- und Auszahlungen hat sich die Investitionstätigkeit der Stadt weiter sehr positiv entwickelt: So ist es der Kernverwaltung im abgelaufenen Jahr 2025 gelungen, Investitionen im Wert von 137,6 Mio. Euro zu realisieren. Diese Zahl liegt weit über dem Durchschnitt der Vorjahre und stellt einen neuen Bestwert dar.
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