Nationale Entscheidung im September
Dass Rostock-Warnemünde im Falle einer deutschen Olympia-Bewerbung beste Voraussetzungen für die Austragung der Segelwettbewerbe bietet, konnte Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann am Rande der 35. Hanse Sail direkt vor Ort erleben.
Gemeinsam mit einer Delegation informierte sich Herrmann über die Bewerbung Rostock-Warnemündes und besuchte unter anderem die Sportschule Warnemünde, die Yachthäfen auf der Mittelmole und in Hohe Düne sowie das Warnemünde Cruise Center. Auch ein Kreuzfahrtschiff stand auf dem Programm. Die vorhandene Kreuzfahrtinfrastruktur könnte im Falle einer erfolgreichen Bewerbung als schwimmendes Olympisches Dorf genutzt werden.
Rostock-Warnemünde zählt seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Segelstandorten Deutschlands. Internationale Regatten, eine leistungsfähige Sportinfrastruktur sowie die günstigen Wind- und Revierbedingungen sprechen für den Standort. Hinzu kommen zwei voneinander unabhängige Yachthäfen, kurze Wege zwischen Wettkampfstätten und Unterkünften sowie eine gute Verkehrs- und Bahnanbindung.
Besonders die Nutzung vorhandener Infrastruktur könnte bei einer möglichen Olympia-Austragung eine wichtige Rolle spielen. Statt für ein Olympisches Dorf umfangreich neu zu bauen, könnten vorhandene Kreuzfahrtschiffe als Unterkünfte auf dem Wasser eingesetzt werden.
Bei seinem Besuch führte Herrmann auch Gespräche mit Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Chancen Rostock-Warnemünde bei einer deutschen Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele hat.
Eine wichtige Entscheidung fällt voraussichtlich am 26. September 2026. Dann will der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung festlegen, mit welchen deutschen Standorten sich Deutschland um die Ausrichtung der Spiele bewirbt. Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort trifft anschließend das Internationale Olympische Komitee (IOC).
PM
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