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Forschungseisbrecher Polarstern – Aufbruch ins antarktische Weddellmeer
Jan 26
Ein internationales Forschungsteam untersucht den Einfluss des Klimawandels auf die Artenvielfalt in der Antarktis. Die Expedition findet unter der Leitung der Universität Rostock statt.
Ziel der Expedition ist es, die Grundlage für langfristige Beobachtungen der Biodiversität in einem möglichen zukünftigen Meeresschutzgebiet zu schaffen. Die Forschungsreise begann am im Dezember und wird bis zum bis zum 2. Februar 2026 stattfinden. Die Expedition übernimmt die Versorgung der vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) unterhaltenen deutschen Antarktisstation Neumayer III.
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Heike Link von der Universität Rostock wird das 46-köpfige Team in den kommenden Wochen Forschungsarbeiten entlang des Null-Meridians und im östlichen Weddellmeer durchführen. An Bord des vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), betriebenen Forschungsschiffes wollen die Forschenden unter anderem Untersuchungen rund um den Maud Rise-Seeberg durchführen, wo einzigartige Strömungsverhältnisse zu einer hochproduktiven und artenreichen Lebensgemeinschaft führen. Außerdem wollen sie frühere Arbeiten an den artenreichen Lebensgemeinschaften auf dem Schelfgebiet vor Kapp Norvegia westlich der deutschen Antarktisstation Neumayer III fortsetzen. Dabei kommen sowohl moderne autonome Beobachtungssysteme als auch klassische ozeanographische Messmethoden zum Einsatz. „Wir wollen verstehen, wie sich dieses einzigartige Ökosystem entwickelt und welche Auswirkungen der Rückgang des antarktischen Meereises auf die Lebensgemeinschaften hat“, sagt Fahrtleiterin und Meeresökologin an der Universität Rostock Heike Link. „Die Expedition ist ein entscheidender Test für unser gemeinsames Beobachtungskonzept, das wir für die kommenden Jahre aufstellen.“
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