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Kein Kuschel-Kurs mit Kische

Kein Kuschel-Kurs mit Kische

Mai 11

Am 4. Mai treffen in der DKB-Arena ein Hansa-Allstar-Team und die einzige Meistermannschaft des Vereins aufeinander. Anlass ist der 20. Jahrestag des größten Erfolgs der Vereinsgeschichte, der 1991 mit der Meisterschaft, dem damit verbundenen Aufstieg in die Bundesliga, sowie dem Pokalsieg errungen wurden. Gut, dass es der aktuellen Mannschaft zwei Jahrzehnte danach gelungen ist, mal wieder einen Aufstieg zu erringen. Doch dem ging eine lange Durststrecke  als Folge von sportlichem und wirtschaftlichen Missmanagement voraus. 0381 fragt Gerd Kische, der als Spieler und Manager im Verein Verantwortung trug, wie er die Entwicklung des Vereins beurteilt.

 

0381-MAGAZIN: Herr Kische, Hansa hat die Rückkehr in die 2.Bundesliga geschafft. Wie beurteilen Sie diesen Erfolg?
Gerd Kische (59, 181 OL-Spiele für Hansa, 63 Länderspiele für die DDR): Ich hätte einen solchen Saisonverlauf mit einer komplett neuen Mannschaft so nicht erwartet. Allerdings gibt es auch keinen Grund zur Euphorie. Das spielerische Niveau in der 3. Liga war erschreckend. Auch von Hansa wurde streckenweise Stolperfußball angeboten. Doch das Wichtigste ist, dass der freie Fall erstmal gestoppt ist. Dies ist in der Konstellation Vollmann, Beinlich und Hofmann gelungen. Nun bleibt zu hoffen, dass der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt wird.

0381-MAGAZIN: Als Vize-Präsident und Manager waren Sie seit 1990 aktiv an allen (Miss)Erfolgen des Clubs beteiligt. Nach dem Erfolg, also der Meisterschaft, der Quali für die Bundesliga und dem Pokalsieg, ging es in der Bundesliga gut los, doch dann stetig bergab, was letztlich zum Abstieg führte. Was ging  damals schief?
Kische: Zunächst muss man sagen, dass wir im Meisterjahr auch von der Schwächung anderer Vereine wie Dynamo Dresden und des BFC profitierten. Hinzu kam das unser Trainer (Uwe Reinders – die Red.) in der Meistersaison wirklich alles richtig gemacht hatte. Wir haben uns dann für die Bundesliga verstärkt und der Auftakt verlief für uns dann ja auch optimal.

0381-MAGAZIN: Aber dann schlug die Stimmung um. Es kam zu Querelen zwischen Reinders und Ihnen.
Kische: Nach unserem grandiosen Start zog ziemlich plötzlich der Schlendrian. Der Trainer wollte nun lieber öfter zuhause sein als in Rostock. Hinzu kam, dass er den Erfolg ummünzen und sich selbst vermarkten wollte. Dies führte zu Schlampereien, die ich nicht dulden konnte. Nun trafen zwei starke Charaktere aufeinander. Der Unterschied zwischen uns war, dass ich das Beste für Hansa erreichen wollte und Reinders das Beste für sich! Die folge war, dass wir immer weiter in den Tabellenkeller abrutschten und schließlich abstiegen.

0381-MAGAZIN: Da hatten Sie Reinders aber schon entlassen und mit Rutemöller und später Hrubesch zwei Trainer geholt, die hier kaum positiv in Erscheinung traten. Erst mit Frank Pagelsdorf ging es wieder aufwärts.
Kische: Diese Trainer zu holen, war sicher mein Fehler. Wir spielten teilweise unglückliche  Saisons in der 2. Liga, blieben aber immer drin. Frank Pagelsdorf war mir dann aufgefallen, weil es ihm gelungen war, Mannschaften zu bauen, die guten und erfolgreichen Fußball spielten (Pagelsdorf hatte bei Union den Aufstieg in die 2.Liga sportlich geschafft, aber der Verein bekam keine Lizenz). Also habe ich ihn bekniet nach Rostock zu kommen und hatte letzlich auch Erfolg damit.

0381-MAGAZIN: Großen Anteil am sportlichen Aufschwung hatten auch Stefan Beinlich und Mathias Breitkreutz. Wie gelang es Ihnen, diese Spieler aus England an die Küste zu holen?
Kische: Als ehemaliger Nationalspieler kannte ich natürlich eine Menge Leute im Fußballbereich. So erfuhr ich, dass die beiden bei Aston Villa sehr unglücklich waren. Also habe ich mich um die Jungs bemüht und es gelang mir tatsächlich, die beiden nach Rostock zu holen. Dies waren natürlich echte Glücksgriffe für den Verein und Garanten für folgende sportliche Erfolge.

0381-MAGAZIN: Sie meinen den Aufstieg in die Bundesliga und das nur knappe Scheitern der Qualifikation für den UEFA-Cup. Warum haben Sie nach dieser tollen ersten Saison das Handtuch geworfen?
Kische: Zwischenzeitlich gab es einen neuen Vorstand, in dem viele Leute saßen, die keine Ahnung vom Fußball hatten. So war das Vertrauensverhältnis natürlich mehr als gestört. Das wollte ich mir dann nicht länger antun.

0381-MAGAZIN: Welche Rolle spielte der damalige Präsident Peter-Michael Diestel bei Ihrem Abgang?
Kische: Diestel und ich haben uns zwar gestritten, was ich heute noch sehr schade finde, aber er ist für meinen Ausstieg nicht verantwortlich. Diestel führte den Verein genauso straff, wie es in diesem knallharten Geschäft notwendig ist.

0381-MAGAZIN: Nachdem Diestel und später Rehberg gegangen waren hatte Hansa ein neues Stadion und spielte 10 Jahre ununterbrochen in der Bundesliga. Doch dann blieb der Erfolg aus und und es ging wirtschaftlich und sportlich abwärts. Was ging aus Ihrer Sicht damals schief?
Kische: Viele sagen, dass man in dieser strukturschwachen Region kaum Chancen für erstklassigen Fußball hat. Dies ist nicht wahr. Wir haben nach der Wende mit 0 Mark begonnen. Als ich von Hansa wegging, hatten  wir keine Schulden und nur um einen Hauch einen UEFA-Cup-Platz verfehlt. Fakt ist, dass nach Diestel und Rehberg die Totengräber des Vereins an die Macht kamen. So wurde ein Stadion gebaut, für dessen Finanzierung die Bundesliga unerlässlich ist. Weiter möchte ich dieses Thema nicht kommentieren, da einer der Hauptverantwortlichen hierfür tot ist (der damalige Vizepräsident Wolfgang Holz – die Red.). Unter Wimmer und dem angeblichen Finanzgenie Grabow ging es 10 Jahre nur bergab. Auch wirtschaftlich. Warnungen von Ehemaligen wurden in den Wind geschlagen. Dafür wurden diese Leute, genau wie ich, als Ratten und Nestbeschmutzer beschimpft.

0381-MAGAZIN: Ihr Verhältnis zu Hansa Rostock ist offensichtlich nicht ungetrübt. Am 4. Mai ist das große Jubiläumsspiel. Werden Sie dabei sein?
Kische: Wer hätte das Recht eingeladen zu sein, wenn nicht ich!? Bis jetzt ist es so, dass ich gefragt wurde, ob ich spielen möchte. Zum jetzigen Zeitpunkt empfinde ich die Organisation als absolut unprofessionell. Aber Bernd Hofmann hat mir versprochen, dass an alle gedacht wird. Also gehe ich davon aus, dass ehemalige Präsiden eingeladen werden. Wichtig sind an so einem Tag die Spieler und die Tradition, die sonst mit Füßen getreten wird. Vielen Ex-Verantwortlichen tut weh, wie mit verdienten Hanseaten umgegangen wurde.

0381-MAGAZIN: Heißt das, sie sind am 4. Mai im Stadion?
Kische: Das werden wir dann ja sehen.

CHRISTIAN RUTSATZ


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