Musik
Beim multinationalen Achtergespann
SEXTO SOL trifft Highspeed Latin
Ska auf eine gehörige (Punk)Rock-Kelle
und dampfenden Reggae – da lässt es sich
schwerlich stillhalten, und man bekommt
das Gefühl, der Schweiß kondensiert nicht
nur an niedrigen Clubdecken …
Der Historiker und Publizist Dr. Jan-Peter Schulze bringt bei den Führungen durch die Ausstellung den Besuchern das Leben und Wirken von Richard Siegmann (1872-1943) näher. Die Hinweise in Rostock auf diese wichtige Unternehmerpersönlichkeit sind vielfältig. Vor dem Rathaus erinnert an der Straßenbahnhaltestelle ein "Stolperstein" an ihn, eine Straße im Stadtteil Reutershagen nach ihm benannt. Über drei Jahrzehnte prägte Siegmann, der von 1898 bis 1935 in Rostock lebte, das wirtschaftliche, politische und kulturelle Leben der aufstrebenden Hansestadt mit. Als Direktor der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) bis 1935 war er der wichtigste Pionier der Verkehrs- und Tourismusentwicklung in der aufstrebenden Hansestadt. Was mit der Elektrifizierung der Straßenbahn 1904 begann, sich in den 20er Jahren mit der Integration des Omnibusses in das Nahverkehrsnetz fortsetzte und seinen Höhepunkt in der strategischen Erweiterung des Liniennetzes erfuhr, wurde von ihm initiiert. Siegmann gehörte der Stadtverordnetenversammlung an und war seit 1926 Präsident der Landesversammlung Jüdischer Gemeinden in Mecklenburg-Schwerin. Dass er Jude war, spielte bis 1933 keine Rolle. Dann mußte er jedoch alle seine Ehrenämter aufgeben und nach 37-jähriger verdienstvoller Tätigkeit auch die RSGA verlassen. Im Oktober 1943 verhungerte Richard Siegmann im KZ Theresienstadt. Die Nationalsozialisten ermordeten fast die gesamte Familie. Das Max-Samuel-Haus zeichnet in dieser Ausstellung einrucksvoll das Leben und Wirken von Richard Siegmann nach. Gezeigt werden u. a. zahlreiche Archivdokumente, zeitgenössische Zeitungsartikel und selten gezeigte Fotos. Zu sehen sind auch einige technische Leihgaben der "Rostocker Nahverkehrsfreunde".
Der Historiker und Publizist Dr. Jan-Peter Schulze bringt bei den Führungen durch die Ausstellung den Besuchern das Leben und Wirken von Richard Siegmann (1872-1943) näher. Die Hinweise in Rostock auf diese wichtige Unternehmerpersönlichkeit sind vielfältig. Vor dem Rathaus erinnert an der Straßenbahnhaltestelle ein "Stolperstein" an ihn, eine Straße im Stadtteil Reutershagen nach ihm benannt. Über drei Jahrzehnte prägte Siegmann, der von 1898 bis 1935 in Rostock lebte, das wirtschaftliche, politische und kulturelle Leben der aufstrebenden Hansestadt mit. Als Direktor der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) bis 1935 war er der wichtigste Pionier der Verkehrs- und Tourismusentwicklung in der aufstrebenden Hansestadt. Was mit der Elektrifizierung der Straßenbahn 1904 begann, sich in den 20er Jahren mit der Integration des Omnibusses in das Nahverkehrsnetz fortsetzte und seinen Höhepunkt in der strategischen Erweiterung des Liniennetzes erfuhr, wurde von ihm initiiert. Siegmann gehörte der Stadtverordnetenversammlung an und war seit 1926 Präsident der Landesversammlung Jüdischer Gemeinden in Mecklenburg-Schwerin. Dass er Jude war, spielte bis 1933 keine Rolle. Dann mußte er jedoch alle seine Ehrenämter aufgeben und nach 37-jähriger verdienstvoller Tätigkeit auch die RSGA verlassen. Im Oktober 1943 verhungerte Richard Siegmann im KZ Theresienstadt. Die Nationalsozialisten ermordeten fast die gesamte Familie. Das Max-Samuel-Haus zeichnet in dieser Ausstellung einrucksvoll das Leben und Wirken von Richard Siegmann nach. Gezeigt werden u. a. zahlreiche Archivdokumente, zeitgenössische Zeitungsartikel und selten gezeigte Fotos. Zu sehen sind auch einige technische Leihgaben der "Rostocker Nahverkehrsfreunde".