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Literatur

Marc Kayser - Ein deutscher James Bond

Apr 08

Der Rostocker Schriftsteller Marc Kayser debütierte mit dem furiosen Thriller "Trias", der den weltweiten Kampf um die verbliebenen Rohstoffe beschreibt. Der Roman führt uns nicht nur um die halbe Welt: In "Trias" steckt auch eine mörderische Prise Kapitalismuskritik.

0381-MAGAZIN: Marc Kayser, Sie haben lange Zeit in Rostock gelebt. Entstand hier auch Ihr Rohstoff-Thriller "Trias", der sich mittlerweile mehr als 12000 mal verkaufte?
MARC KAYSER: Ich pendle immer noch regelmäßig zwischen Berlin und Rostock. Hier habe ich meine Jugend verbracht und schrieb mehrere Kurzgeschichten. Und bei den "Norddeutschen Neuesten Nachrichten" verdiente ich mir ein bisschen Geld, während ich mein Abitur machte. Ein wichtiger und brisanter Teil von "Trias" spielt bei Bad Doberan und Heiligendamm, in meinem Roman das fiktive "Ostseebad Marienstrand."

0381-MAGAZIN: Sie verarbeiten den realen G-8-Gipfel, der hier für viel Furore und Proteste sorgte.
MARC KAYSER: Nicht nur: Ich verarbeite auch eine real existierende Bundeskanzlerin, eine immer stärker aufkeimende Macht der Rechtsnationalen und das interessante Abhängigkeitsverhältnis der Politik von der Wirtschaft. Der Showdown von "Trias" spielt an den Heiligendammer Schauplätzen der Aufmarschgebiete nationaler und nationalen Sicherheitsbehörden und Geheimdienste. Aber ich möchte betonen: Dies ist ein fiktiver Roman, keine Reportage.

0381-MAGAZIN: Viele Schriftsteller schreiben gerne in Cafes. Gehören Sie dazu?
MARC KAYSER: Oh ja! Der "Heumond" inspirierte mich, aber auch das "Warmbad" in der Niklotstrasse – und die meinungsfreudigen Menschen in der Kiezkneipe "Pleitegeier"...

0381-MAGAZIN: "Trias" ist ein Thriller mit höchst aktuellen Bezügen. Was hat Sie dieses hochkomplexe Terrain betreten lassen?
MARC KAYSER: Leidenschaft! Ein Genre wie dieses braucht unbedingt Leidenschaft! Gefühle wie Hass, Liebe, Furcht, Mut und Zweifel. Erst dann bekommen Thriller das gewisse Etwas, das den Leser anfeuert, einen Roman auch zu Ende zu lesen, vielleicht sogar von seinen Figuren zu schwärmen. Darüber hinaus meine Beobachtungen über den weltweiten Kampf um die Rohstoffressourcen. Der hat ja längst begonnen und könnte zu Verteilungskriegen führen wie ich sie beschreibe.

0381-MAGAZIN: Beim Lesen von "Trias" entsteht der Eindruck, Sie wären jahrelang selbst mindestens Undercoveragent gewesen. Sie haben aber als Redakteur und Autor für verschiedene Medien gearbeitet. Welche Quellen haben Sie angezapft?
MARC KAYSER: Es gab mehrere. Als Kind träumte ich davon, Agent zu werden. Das ist natürlich eine sehr emotionale Erinnerung. Auch heute faszinieren mich eher die Einzelkämpfer, die sich aus der Deckung wagen und damit riskieren, missverstanden oder gar angegriffen zu werden. Für meine Recherchen suchte ich mir dann zunächst jene Quellen, die jedermann zugänglich sind. Und ich traf mich beispielsweise einige Male mit Markus Wolf, dem ehemaligen Chef der Auslandsaufklärung der ostdeutschen Staatssicherheit. Manchmal saßen da auch ältere Herren anderer Geheimdienste mit am Tisch. Mich interessierte immer, wie Agenten geführt werden und was ihre Agentenführer empfanden, wenn für die angeblich "große Sache" auf beiden Seiten spioniert oder gar getötet wurde. Allerdings gibt es auch Quellen, die eher im Verborgenen sprudeln. Würde ich die allerdings nennen, würden sie versiegen. Das will ich nicht.

0381-MAGAZIN: Ihr Protagonist, Markus Croy, ist ein facettenreicher Held, nicht nur was seine Stimmungen, Handlungen und Bindungen angeht – er hat auch eine Ost-West-Biografie wie Sie selbst. Ein Alter Ego?
MARC KAYSER: Ich wollte für meinen Roman eine Hauptfigur schaffen, die meinungsstark ist, über eine Ost-West-Biografie verfügt, der Spiritualität nicht fremd ist und die, wie viele andere Menschen auch, Zweifel an den Entscheidungen und dem Erscheinungsbild der vorherrschenden, politischen Klasse hat. Croy ist ein Mann mit Mumm, hat aber auch als "Held" schlechte Tage. Man nehme Raymond Chandler: Wie viel Philip Marlowe steckte in ihm? Vielleicht seine Liebe zum Whisky, zu allegorischen Sprüchen, vielleicht aber auch sein etwas gestörtes Verhältnis zu Frauen? Markus Croy könnte ein guter Freund von mir sein...

0381-MAGAZIN: "Trias" spielt an vielen Orten: Berlin, Prag, New York und im nächsten Moment Moskau, Sibirien oder Peking. Ein bisschen erinnert die Jagd an James-Bond-Plots. Wie real sind die Schauplätze des Geschehens?
MARC KAYSER: Die meisten dieser Orte kenne ich selbst ganz gut, weil ich sie mehrmals besuchte. Ein guter, politischer Thriller muss so nahe an die Realität herangehen wie irgend möglich. Er bleibt natürlich dennoch fiktional, weil die konkrete Wirklichkeit sicher nicht so atemlos ist, wie manches Kapitel, das den Leser auf eine Reise mitnehmen und ihn dabei in Atem halten und packen soll.

0381-MAGAZIN: Wird es eine Fortsetzung von "Trias" geben?
MARC KAYSER: Ja. Die Protagonisten bleiben die gleichen, aber inhaltlich geht es nicht mehr um den Kampf um Rohstoffe. Eine andere, reale Gefahr wird zum Mittelpunkt kriegerischer und terroristischer Auseinandersetzungen zwischen der westlichen Welt und den Räumen jenseits Osteuropas. Übrigens entstanden einige Kapitel erneut in Rostock und Umgebung. Das Buch wird im Mai 2009 erscheinen.

Von ANNELIE NAUMANN
INFO:
Der Story von "Trias" liegt eine Verschwörungstheorie zugrunde: Deutschland, Russland und die USA baldowern einen Geheimvertrag über die Belieferung mit Rohöl aus - ein Krieg ums schwarze Gold also. Chinesische Agenten und Überläufer vom BND versuchen mit terroristischen Anschlägen den Geheimbund zu zerstören.
Der Thriller "Trias" erschien im Januar 2008 bei Heyne und kostet 9,95 Euro.

Marc Kayser übersiedelte 1974 von Potsdam nach Rostock, erlernte hier den Beruf eines Decksmatrosen und wechselte nach seiner Armeezeit in den Hinstorff-Verlag als Gehilfe. Nebenher arbeitete er für das damalige Ostseedstudio als Regieassistent und als Kulturkritiker für die NNN. Er verließ die DDR noch vor der Wende, studierte in München Politik, ging als Redakteur zur Süddeutschen Zeitung und DIE ZEIT und arbeitete als Redaktionsleiter für Sendungen der ARD. Auf die Frage, wo seine Heimat sei, antwortete er: "Da, wo ein Meer ist."



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