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Musik aus Rostock

Looney Roots – Reggae aus Meck Pomm

Looney Roots – Reggae aus Meck Pomm

Sep 17
Wenn man an Reggae oder Dub denkt, erwartet man warme Strände an Jamaicas Küsten, lange Dreadlocks und entspannte Musik, die einen durch den Tag wiegt. Die Looney Roots erfüllen genau einen von den drei genannten Punkten. Nämlich: die Musik. Ansonsten kommen sie von der Ostseeküste und haben Anfang des Jahres ihren ersten Longplayer veröffentlicht. „From Roots We Rise“ lässt bei weitem nicht den nordischen Slang unserer Region erklingen. Es ist vielmehr so, als ob Bob Marley dir ins Ohr flüstert: „Die sind gut, oder?!“ Und so nickt man mit dem Kopf und hört ihnen zu.

0381-Magazin: Euer Ursprung liegt in Neubrandenburg, aber wir sind ja hier bei „Musik aus Rostock“. Was verbindet Ihr mit der Hansestadt?
Looney Roots: Die Tatsache, dass wir das letzte Mal 2013 in Neubrandenburg gespielt haben, macht deutlich, dass Rostock sich langsam aber sicher zu unserer „Homebase“ entwickelt hat. Es ist schön, zu erleben, welche Vielfalt die Musikszene bietet und wie offen die Bands einander in Rostock begegnen. Die Vielzahl und Qualität der Spielstätten ist einmalig in M-V. Wir fühlen uns wohl und wurden vom Publikum bisher immer sehr freundlich empfangen.

0381-Magazin: Euer Album „From Roots We Rise“ erschien im Frühjahr. Es hat sieben Jahre gedauert, bis es raus war. Mit wem habt ihr zusammen gearbeitet?
Looney Roots: Unser Ziel war es, ein Album zu produzieren, welches genau unseren Vorstellungen entspricht und mit dem wir uns musikalisch verwirklichen können. Es ist unser Idealsound zu hören, bei dem wir zum Glück keine Kompromisse eingehen mussten. Unser Produzent Aldubb und die Planet Earth Studios in Berlin standen auf unserem Wunschzettel ganz oben und wir sind überglücklich über die Zusammenarbeit. Diese Entscheidung hat den Sound des Albums, neben den Musikern, wahrscheinlich am meisten geprägt. Für den letzten Schliff hat Ganjaman gesorgt, der selbst großes Ansehen in der deutschen Reggae-Szene als Künstler genießt und unser Album gemastert hat. Rod Anton als internationaler Gastsänger gab mit seiner außergewöhnlich Stimme unserem Song „Liberator“ eine neue Farbe. Gleiches gilt für „La vida limitada“, auf dem der niederländische Flamencogitarrist Claudio Benito zu hören ist. Er hat darüber hinaus das Interlude „Salida del sol“  beigesteuert.

0381-Magazin: Ein weiterer Song eures neuen Albums ist „Remember“, der eine Geige enthält. Wie ist es zu dem im Reggae eher ungewöhnlichen Instrument gekommen?
Looney Roots: In den sozialen Medien, aber auch in Gesprächen, hat Toni in den letzten Jahren immer wieder gehört, dass man die Vergangenheit ruhen lassen solle und unsere Generation nichts dafür könne, dass hunderttausende Menschen von Nationalsozialisten ermordet wurden. Wenn wir uns richtig erinnern, sind es nun die gleichen Leute, die gegen Menschen anderer Herkunft wettern. Mit diesem Song möchte Toni sie daran erinnern, was sie vor einigen Jahren gesagt haben und ihnen die Augen öffnen. „Remember“ hat sich zudem im Studio noch einmal entwickelt. Wir waren uns nicht sicher, welches Instrument solistisch zum Einsatz kommen sollte. In der Kröpeliner Straße ist Toni dann an einem Straßenmusiker mit Geige vorbeigegangen, während „Remember“ durch seine Kopfhörer lief. Wie es der Zufall wollte, spielte er in derselben Tonart und ihm war sofort klar, dass das unsere Lösung ist. Er hat Juliane Trusch (Geigerin in einer Irish Folk Band) angerufen und gemeinsam die Melodie erarbeitet, die nun auf dem Album zu hören ist.

0381-Magazin: „Remember“ zeigt, dass eure Texte, wie es im Reggae üblich ist, kritisch sind. Welche Themen greifen Euch besonders an?
Looney Roots: Es geht in unseren Texten vor allem um den Erhalt der Vielfalt, gepaart mit dem Bewusstsein für das eigene Handeln und einem hohen Maß an Empathie. Wir versuchen nicht mit erhobenem Zeigefinger aufzutreten, sondern eher selbstkritisch wie in „Global disparity” zu sein.
Es steht die Frage im Raum, wie man die eigene Existenz mit den Missständen dieser Welt in Einklang bringen kann. Es macht Sinn, aus den bisherigen Fehlern zu lernen und für unsere Kinder ein Fundament fürs Leben zu erschaffen. Dieser Thematik nähern sich die Songs „Empathy“ oder „Peaceful Revolution“.

0381-Magazin: Ihr arbeitet mit dem weiblichen Trio Klangspiel zusammen. Wie kam es dazu und warum machen sie Eure Musik besser?
Looney Roots: Unser Sänger Toni lebt in Rostock und kennt das Gesangsterzett Klangspiel schon länger. In der Tradition der Backgroundsängerinnen von Bob Marley, den I-Threes, ist es Luxus und ein großes Geschenk, drei perfekt aufeinander abgestimmte Sängerinnen zu finden. Tica, Greti und Tilli hatten sehr große Lust mit uns zu arbeiten, obwohl sie eher klassisch und A-Capella unterwegs sind. Für unser Release Konzert „From Roots We Rise“ standen sie das erste Mal mit uns auf der Bühne. Sie geben dem Gesamtsound eine tolle Fülle und Dynamik. Obwohl wir nie darauf hingearbeitet haben, wie eine jamaikanische Roots Reggae Band zu klingen, bereichern sie unseren Sound doch um ein klassisches Element.

ANTJE BENDA

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