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Musik aus Rostock

Kraftwerk meets Gerhard Schöne

Kraftwerk meets Gerhard Schöne

Apr 13

Der Rostocker Musiker Christian Kuzio hat es nach einigen Auswärtsspielen endlich ins Studio geschafft. Im Gepäck hat er sein erstes Soloalbum "Villa Laube", eine wilde Mixtur aus Lyrik und Pop. Entstanden im Exil auf der Ostseeinsel Gotland, ist diese Scheibe definitiv alles andere als langweilig.

 

0381-Magazin: Lange haben wir nichts von Dir gehört. Was hast du in den letzten zwei Jahren für Deine Karriere getan?
Kuzio: Ich habe für verschiedene Theaterproduktionen in Baden-Baden, Oldenburg, Bremerhaven und Rostock Musik komponiert, produziert, einstudiert oder die Gitarre geschwungen. Daneben gab es verschiedene andere Projekte, z.B. eine Multimediaperfomance mit "Zwei Paar Schuh" in Quebec und mehrere Filme.

0381-Magazin: Seitdem der Momo-Montag nicht mehr stattfindet, ist es still um die "Die Reise" geworden.
Kuzio: Leider gibt es das Momo nicht mehr und eine neue passende Location haben wir bis jetzt nicht aufgetan. Wir hatten ein tolles Konzert beim letzten Jazzfrühling in Neubrandenburg, außerdem haben wir mit dem Gharana-Projekt eine deutsch-indische Musikpartnerschaft aufgebaut und verschiedene Festivals gespielt. Wir waren in Rostock in letzter Zeit nicht sehr präsent, dass heißt aber nicht, dass wir untätig sind. Die Band lebt und auf der Liste steht definitiv ein Studioalbum.

0381-Magazin: Du hast ein neues Album in den Startöchern – Villa Laube. Wie verlief die musikalische Schwangerschaft dazu?
Kuzio: Eine Villa und eine Laube waren bei der Entstehung dabei, aber da steckt für mich mehr drin. Die Scheibe habe ich auf Gotland komponiert und alle Instrumente akustisch eingespielt. Ich hatte dort ein einmonatiges Stipendium vom Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop. Es war ein inspirierender Ort, viel Einsamkeit und Platz zum Ausleben. Ich hatte schon früher vor, etwas mit deutschen Texten und ungeraden Takten im Alleingang zu machen, jetzt hat es zum ersten Mal geklappt. Fast ... ich hatte Hilfe von Wolfgang Weiss, der die Platte in Köln gemischt hat und DJ Ausbruch, der das Ganze zusammengestellt hat, wofür ich beiden sehr dankbar bin.

0381-Magazin: Welche Botschaft schickst Du mit dem Album in die Welt?
Kuzio: Ich denke, es geht weniger darum, etwas aufzuzeigen, sondern eher darum, den Leuten die Möglichkeit zu geben selbst etwas zu entdecken. Für mich ist es eine Reise ins Kleine, für jemand anderen vielleicht was ganz anderes.

0381-Magazin: Du singst auf dem Album auch selber, aber das ist nur schwer zu erkennen.
Kuzio: Es gibt, ähnlich wie in den Kompositionen, sehr verschiedene Haltungen in der Stimme. Es kommt zuweilen schon hörspielmäßig daher. Daher kommt vielleicht der Eindruck, da könnte noch jemand anders mitgemacht haben. Tino Bittner, ein Künstler aus Schwerin, und ich waren die einzigen dort. Er hat mir auch ein paar feine Beats eingeboxt. Frauen waren keine da.

0381-Magazin: Nervt Dich etwas an der Rostocker-Musikszene?
Kuzio: Mich nervt auf jeden Fall der Mietwucher dieser Stadt, das ist auf jeden Fall keine Basis für eine kulturelle Szene. Die Szene selber könnte natürlich vielseitiger sein. Wäre sie auch, wenn nicht so viele Leute gehen würden. Vorteile sehe ich in der entstehenden kulturellen Vernetzung. Ich denke, es gibt hier über weite Strecken relativ wenig Konkurrenzdenken.

0381-Magazin: Deine Arbeit am Volksttheater scheint sehr produktiv, kreativ und erfolgreich zu sein. Deine Meinung zur aktuellen Theater-Diskussion.
Kuzio: Ich arbeite immer wieder gerne im Volkstheater und gebe mir selbstverständlich Mühe, etwas Gutes auf die Bühne zu bringen. Schon daher bin ich natürlich für die Finanzierung und den Fortbestand des Hauses und wenig objektiv. Ich denke jedoch, die Frage, ob Rostock ein Theater braucht, sollte sich ein kluger Politiker gar nicht stellen, denn in eine Stadt ohne Kultur zieht es wenig reiche Leute … ähm … ich meine Bildungsbürger.  Die verschiedenen "Krisen" auf Bundes- und hallo globaler Ebene sind für mich die logische Konsequenz davon, dass die Privatwirtschaft eben nicht grundsätzlich kostengünstiger arbeitet als staatliche Institutionen – soviel zur GmbH-Idee.

0381-Magazin: Kommt in Deinen Zukunftsplänen das Volkstheater vor?
Kuzio: Ich würde mich ausserordentlich freuen, hier am Theater erneut zu arbeiten, das sage ich nicht nur, weil ich mit meiner bezaubernden Familie in Rostock wohne und es uns natürlich gut tut, zusammen zu sein.

0381-Magazin: Zu deinem Release von "Villa Laube" hast du Freunde und Bekannte eingeladen. Wird es zum Album auch einen öffentlichen Termin geben?
Kuzio: Ich habe mit der Veröffentlichung auf Bandcamp einen für mich neuen Weg gewählt. Man hat die Möglichkeit, die ganze Platte zu hören, nicht nur iTunes-mäßige Ausschnitte. Es gibt kein Label, keinen Verlag und Bandcamp nimmt lediglich 10 Prozent vom eventuellen Online-Verkauf, das ist unglaublich. Außerdem bietet mir die Plattform sehr genaue Statistiken über das Hörverhalten der Besucher. Ich bin froh, das Album endlich auf dieser Plattform zu haben und betrachte den Fortgang als eine Art Forschung, setze promomäßig also einen Fuß vor den anderen.
Da ich die Platte nur ungern als Singer-Songwriter performen möchte und eine Einstudierung mit Band sehr aufwendig wäre, hab ich erst mal nicht vor, das live umzusetzen. Ich hoffe, es finden sich dennoch ein paar Leute, die Lust haben, diese auf den ersten Blick vielleicht störrische Mugge zu entdecken.

ANNE ROLOFF


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